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unsere Route ...

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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„Mister Xing“ ist nicht ganz dicht

Datum: 
9. August 2009

Nachdem wir gestern abend in Margaret River angekommen sind, suchten wir uns einen kleinen Parkplatz direkt am Meer. Das Übernachten oder Campen war zwar verboten aber er lag etwas versteckt und eine Nacht kann man immer bleiben. Beim Frühstück beobachteten wir die Sonntagsausflügler, die in Scharen anrückten. Auf unserer anschließenden Erkundungstour entlang der Küste trafen wir auf den Wellenstrand schlechthin, Surfers Point. Es war eine grandiose Kulisse und die Wellen rollten in sauberen Lines herein. Den Wellenreitern bei ihrem Spiel zu zusehen, weckte auch wieder einen sehnsüchtigen Wunsch in mir...mein Kitezeug verstaubt schon in irgendeiner Ecke von „Mister Xing“.

 


 

Zwei Nächte verbrachten wir auf dem Strandparkplatz und bekamen bei den gelegentlich durchziehenden Regenschauern eine weitere Macke von „Mister Xing“ zu spüren. Es tropfte mit zunehmender Regenmenge erst langsam und dann immer schneller zwischen den Türdichtungen, an der Windschutzscheibe, den Fensterdichtungen und zur Krönung auch noch im hinteren Teil durch eine Ritze im Dachaufbau. Eigentlich überall. Der Regen wollte kein Ende nehmen und mit Staunen verfolgten wir die eintretenden Wassermassen. Um uns herum tropfte es wie in einer Höhle und kleine Bäche ergossen sich an den Innenseiten der Scheiben. Wir sahen uns an und mussten erstmal lachen. Der Bus hat Charakter und „Mister Xing“ ist wohl anscheinend nicht ganz dicht. Nach dem letzten Tropfen bemerkten wir das Dilemma hinter dem Vorhang im Fahrerhaus. Das Wasser hatte sich seinen Weg durch einige Löcher in der Dichtung der Windschutzscheibe gesucht und gleichmäßig die gesamte Armatur inklusive der Sitze betropft. Auf Plastiktüten sitzend flohen wir mit unserer fahrenden Tropfsteinhöhle vor dem nächsten Schauer und machten uns auf den Weg ins hoffentlich trockenere Landesinnere.

 

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