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„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Abschied von „Mister Xing“

Datum: 
1. September 2009

Die letzten Tage verbrachten wir mit Kiten (diesmal wieder an der Sandy Bay – absolut außerirdisch), schnorcheln, baden, Walbeobachtungen, Kängurus, Emus und den fantastischen Sonnenuntergängen an unserem Hausstrand.

 

 

Der Nationalpark mit dem Ningaloo Reef haben uns einfach umgehauen und die unverfälschte Schönheit der Natur ist einfach atemberaubend. Gestern trafen wir John, den einzigen Kiter vom Bundegi Beach, an der Sandy Bay wieder. Er und Ronda wohnen und Reisen in ihrem Kleinbus durch Australien und stammen von der Ostküste aus Port Maquarie. In einem netten Gespräch stellte sich heraus, dass sie schon oft in Indonesien waren und wie es der Zufall manchmal so will, gaben sie uns wertvolle Tips für Bali. Steffi wurde zum Tee eingeladen und hat einiges über Ronda erfahren. Sie stammt von den Aborigines ab und hat sich ihr wundervolles, jugendliches Wesen bewahrt. Mit ihren „goldenen“ Dreadlocks und der schlanken Figur kam sie einem nicht vor, wie eine dreifache Mutter und vierfache Großmutter. John gab mir derweil Starthilfe, denn zu meinem Glück hatte der Wind tagsüber gedreht und es war wieder Gas geben in der Sandy Bay angesagt. Ein absoluter Hammerspot, ich liebe diesen Strand und Steffi musste mich im Sonnenuntergang regelrecht vom Wasser zerren.

 

 

 

Der heutige Tag kennzeichnete das Ende unseres Australienabenteuers. Wir haben zwar noch 3 Tage bis zur Abgabe von „Mister Xing“ aber leider sind es auch 1.270 km bis nach Perth. Wir planten zwei Tage Fahrt und einen Tag Puffer für unvorhergesehene Dinge ein. Schweren Herzens verließen wir diesen wundervollen Ort. Über Carnarvon, wo wir eine Nacht an der Tanke verbrachten, ging es in der zweiten Etappe nonstop 900 km bis nach Perth. „Mister Xing“ machte ab und zu eigenartige, singende Geräusche und manchmal schien es uns, als wenn ihm der Abschied genauso schwer fiel. Trotz seiner Macken war er ein sehr zuverlässiger Bulli und er hat uns so manche schlaglochübersäte Schotterpiste verziehen.

 

 

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