Bereits eine halbe Stunde vor Abfahrt begrüßte uns unser künftiger Reiseleiter Son Ban Nguyen beim Frühstück im Bonjour Vietnam Hotel. Überpünktlichkeit, die so untypisch für Südostasien ist. Schnell stellte sich heraus, dass er 12 Jahre in der DDR bzw. BRD in Schwerin in der Lederwarenfabrik gearbeitet hat und auch unsere Heimatstädte Wismar, Rostock und FKK kennt. Auf Anhieb war das Eis gebrochen, was bei einer insgesamt 6-tägigen Reise (zzgl. Trip nach Sapa) nur praktisch ist. Auf der Fahrt nach Hai Phong, der drittgrößten Stadt Vietnams und einem bedeutenden Hafenstandort, hat er uns viel über sein Land erzählt. Wir vier bildeten gemeinsam mit Son und dem Fahrer eine gemütliche Gruppe, was wir aus anderen Urlauben so gar nicht kennen.





In Hai Phong besichtigten wir die Du Hang Pagode, eine wirklich beeindruckende 300-jährige Tempelanlage und erfuhren so einiges über den Buddhismus. Beim Besuch des Gemeindehauses wurden uns die Kontraste von Religion und dem wirklichen Leben einmal mehr bewusst. Anschließend spazierten wir entlang des Opernhauses hin zum Fischmarkt, auf dem mal wieder alles mögliche bis unmögliche angeboten wurde. Kurzzeitig wurden wir auch noch Zeugen eines kleinen Mopedunfalls, wobei der Fahrer betrunken war...Nichts ungewöhnliches so mitten am Tag. In kleinen Garküchen und Straßenrestaurants trinken viele Vietnamesen Bier und Schnaps schon während der Mittagszeit.






Am frühen Abend erreichten wir jedoch endlich die lang ersehnte Halong Bucht. Wir stiegen in einem 4-Sterne-Hotel, dem „Saigon Halong Hotel“, ab. Purer Luxus und eine gewaltige Aussicht waren die Belohnung für einen langen Tag. Gemütlich spazierten wir am Strand entlang und genossen ein kühles Blondes....Den späten Abend ließen wir gemütlich an der Bar in unserem klasse Hotel ausklingen. Barkeeper Dung mixte unsere Drinks und wir erfuhren so manchen vietnamesischen Traum, u.a. den vom eigenem fahrbaren Untersatz... und damit ist kein Moped gemeint. Wir können nur erahnen wie lange er für die vorgezeigten Modelle in seinen Hochglanzmagazinen arbeiten muss, trotz der Tatsache, dass die meisten Modelle in Vietnam hergestellt werden und damit günstiger als in „good old germany“ sind.

Am nächsten Morgen trafen wir sehr früh am Bootsanleger ein und waren mal wieder erstaunt, dass unser riesiges Schiff nur uns und eine deutsche Mutter mit Tochter durch die sagenhafte Halong Bucht schipperte.

Die Halong Bucht mit ihren tausenden von spektakulären Kalksteinfelsen zählt seit 1994 zum Unesco-Welterbe. Wunderschöne Tropfsteinhöhlen kann man außerdem besichtigen. Wir genossen es jedoch viel mehr, durch die Bucht zu gleiten und einfach nur zu genießen. Zum krönenden Abschluss wurde uns ein tolles Meeresfrüchte Mittagessen kredenzt und wir kamen uns vor wie Herrschaften aus einer längst vergangenen Zeit.



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