weltreise

unsere Route ...

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

Reiseberichte
«  

Mai

  »
M T W T F S S
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31
 
 
 
 
   
     
 

Auf eigene Faust in die Provinz

Datum: 
2. Februar 2009

Nach der Geburtstagsnacht hat uns Oskar ein Taxi zum Viazulbusbahnhof in Havanna organisiert. Nico hat sein abgeschlossenes Kitegepäck mit der Zusage der Vollständigkeit für eine Woche in unseren vorherigen casa zwischengelagert und so konnten wir relativ unbeschwert weiterreisen. Nach einer Stunde Wartezeit am Fahrkartenschalter ergatterten wir noch zwei Tickets nach Pinar del Rio. Kurz vor 09.00 Uhr saßen wir endlich mit unseren verstauten Rucksäcken im Bus. Die Fahrt führte uns in eine Provinzhauptstadt. Oskar hat uns zwar empfohlen direkt nach Vinales, dem Dorf des gleichnamigen, in Kuba beliebten Tals, zu fahren. Wir dachten jedoch, dass sich die Stadt Pinar del Rio als Dreh- und Angelpunkt für weitere Ausflüge Richtung karibisches Meer eignen würde. Dies erwies sich jedoch als sehr schwierig.

Nach 3 Stunden Fahrtzeit angekommen, fühlten wir uns wie Außerirdische auf einem fremden Planeten. Wir hatten beide unsere überdimensionalen Rucksäcke auf dem Rücken, vorne jeweils den kleinen Rucksack und sprachen nur wenige Worte Spanisch. Gerne hätte ich ein Foto von uns gemacht aber wir waren einfach zu beschäftigt. Um uns herum tobte das normale Leben einer Provinzhauptstadt und es kam uns so vor, als wenn wir die einzigen Touris in der ganzen Stadt wären. Von allen Seiten quatschten uns alle Nase lang die Leute an. Die Stadt war dreckig, laut, zerfallen und voll von Schleppern oder besser gesagt Lockvögeln für die eigene Casa.
 
 
Genervt landeten wir schließlich im Hostel von Senor Handy Santalla, ja, einem tüchtigen Geschäftsmann mit dem Namen eines Mobilfunktelefons. Verrrückt. Wenigstens fanden wir in ihm einen hilfsbereiten Menschen, der zu moderaten Preisen gutes Essen und ein einfaches Zimmer anbot. Die Bewohner sind ansonsten recht mürrisch und weniger engagiert. So werden sie auch die letzten sich dorthin verirrenden Touris ganz sicher vertreiben...
reiseberichtvorschaubild: