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„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Bekanntschaft mit Koalas und Co.

Datum: 
22. Juli 2009

Trotz unseres feucht fröhlichen Abends mit „Dingo“ und seiner Frau im Regenwaldcamp wollten wir am nächsten Morgen unbedingt die Bekanntschaft mit Koalas und Co. machen. Ein Australienbesuch, ohne Koalas gesehen zu haben, wäre ein Frevel. Auf unserer bisherigen Reise sind wir an unzähligen Eukalyptuswäldern vorbeigefahren und haben natürlich auch die vielen Koalaschilder gesehen, in der Hoffnung in der einen oder anderen Baumkrone einen Bären zu sichten. Vergebens. In freier „Wildbahn“ bekommt man diese niedlichen Bewohner Australiens eher nicht zu sehen. Wie auch, wenn sie 18 bis 20 Stunden des Tages mit schlafen zubringen... Uns war nicht bewusst, dass sie derartig viel Energie aufbringen müssen, um die giftige Nahrung umzuwandeln.

 

In Kurandas „Koalagarden“ sollte unser kleiner Wunsch dann in Erfüllung gehen. Da saßen sie in ihren Eukalyptusastgabeln und schliefen, futterten und lachten uns gar an. Die sind aber auch wuschelig und putzig, die kleinen Kerle. Eine Bärin trug sogar ihr Baby im Beutel und wir mussten schon genau hinsehen, um den Nachwuchs zu erkennen.

 

 

Der Anblick der kleinen „Beutler“ brachte uns zum schmunzeln und wir fühlten uns auf einmal wie Kinder während eines Zoobesuchs. Den nähesten Verwandten des Koalas, den Wombat, haben wir hingegen nicht zu Gesicht bekommen, da er sich in seine Höhle verkrochen hatte. Dafür amüsierten wir uns jedoch über die Kängurus und Wallabies (kleinere Känguruart, die wie große, hüpfende Mäuse ausschauen), die ständig von einem Futterhaufen zum nächsten hüpften. Später lasen wir nach, dass Kängurus die einzigen größeren Säugetiere sind, die sich hüpfend fortbewegen. Weil sie große Entfernungen überbrücken müssen, um die spärliche Nahrung zu finden, erwies sich das Hüpfen als effektivste Fortbewegungsart. Weitere Ausführungen hierzu, warum das so ist, erspare ich Euch. Auch war uns nicht klar, dass sie ihren Schwanz zum abstützen nutzen, wenn sie sich nicht hüpfend fortbewegen und somit quasi fünf Beine haben. Faszinierend, diese einzigartige Tierwelt und gleichzeitig haben sie uns an Außerirdische erinnert.

 

 

 

Krokodile, Schlangen und weitere exotische Tierchen haben wir bei unserem Zoobesuch ebenso zu sehen bekommen. Besser so als in der Natur, bspw. beim campen oder spazieren gehen. Da sind wir doch zu europäisch und daher ängstlich. Schließlich ist „Crocodile Dundee“ Fiktion und Steve Irwin weilt auch nicht mehr unter uns...

 

 

So waren wir dann übergücklich und zufrieden und haben auf unserem Rückweg zum Auto „Dingo“ in der Fussgängerzone performen sehen. Einen Song widmete er seinen Campnachbarn, also uns.

 

 

Ansonsten war dieser Ort eher eine Touristenhochburg und somit war auch nicht verwunderlich, dass die Händler wirklich alles zum Verkauf anboten – von Känguru-Kinderschuhen bis Krokoledergürtel.

 

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