Am Vorabend haben wir uns relativ spontan dazu entschlossen, Pinar del Rio zu verlassen, um nach Trinidad zu fahren. Gesagt getan. Mit dem Viazul ging es zunächst nach Havanna. In Havanna angekommen hieß es, dass der Bus nach Trinidad ausgebucht ist. Na toll, was nun...??? Wir mussten daher auf Stornierungen hoffen und warten. Die Zeit rann dahin und plötzlich rief der Senor die 9 insgesamt wartenden Passagiere auf, die zum Teil seit Stunden auf ein Ticket gewartet haben. Kubanischerweise erhielten trotzdem alle das begehrte Ticket...
Die Fahrt war recht amüsant, denn neben uns saßen zwei oberschwule Kubaner, die einfach zum Schreien waren. So vergingen die knapp 5 ½ relativ schnell. Wir hatten Handy Santalla am Abend zuvor gefragt, ob er Casabetreiber in Trinidad kenne. Zufällig wohnt ein sehr enger Freund von ihm in der Stadt und so vermittelte er uns dorthin. In Trinidad erwartete uns Adrian und nahm uns mit zu seiner Casa, die sich unmittelbar im Altstadtkern dieser wundervollen Stadt befindet. Entspannt lauschten wir der Musik, die aus allen Gassen und Lokalen ertönte und bewunderten den Plaza Mayor – dem wohl am meisten fotografierten Platz dieser Unescoweltkulturerbestadt.

Adrian und seine Frau Jakelyn betreiben seit 10 Jahren ihre gemütliche Casa. Wir waren einfach nur froh, nach insgesamt 10 Stunden quer durchs Land, angekommen zu sein. Adrian ließ es sich nicht nehmen, uns gleich ein paar Salsaschritte beizubringen, damit wir für den Abend in der Casa de la musica bestens gerüstet sind. Aber wir steifen Fischköppe waren an diesem Abend nicht mehr in der Lage, eine flotte Sohle aufs Parkett zu legen...Genossen jedoch die tolle Akustik der Livemusik und die vielen spontanen Tanzeinlagen.
Hier pulsiert das Leben! Die vielen alten und auch jungen Musiker, die sich überall versammeln machen diesen Ort zu etwas ganz Besonderem.
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