weltreise

unsere Route ...

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

Reiseberichte
«  

Mai

  »
M T W T F S S
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31
 
 
 
 
   
     
 

Cerro san Cristobal und eine gute Tat

Datum: 
7. März 2009

Heute stand die Besteigung des Cerro san Cristobal auf dem Plan. Er ist ein Ausläufer der Anden und bietet einen fantastischen Ausblick über Santiago de Chile. Da wir nicht die Wanderer vom Dienst sind und uns die Hitze und der Smog die Luft zum Atmen raubten, fuhren wir ganz einfach mit der Zahnradbahn nach oben.

 

Es war ein beeindruckender Ausblick und die Stadt sah aus, wie aus dem Lego-Baukasten. Auf einem Grundraster angelegt ragte ein Hochhaus nach dem anderen in die Höhe. Hier oben wehte auch endlich eine kleine Brise und machte die Hitze etwas erträglicher. Die Atmosphäre der Stadt aus der Vogelperspektive ist aber nicht mit dem Charme Havannas zu vergleichen. Sie wirkt durch die Eintönigkeit der Architektur und durch die rasterförmige Städteplanung recht nüchtern. Da Santiago ab und zu von Erdbeben heimgesucht wird, existieren nicht viele bedeutsame historische Gebäude in der Stadt und die frei werdenen Bauplätze werden mit Hochhäusern bebaut. Trotz allem war es ein Ausflug wert und die Lage Santiagos, gerahmt durch die Anden, einmalig.

 

 

Auf dem Weg zurück setzten wir unsere am Vortag erdachte, zweite gute Tat in die Realität um. Nach einem kurzen Boxenstop im Hostel gingen wir zwei Häuserecken weiter zu einer sehr arm aussehenden Frau, welche am Straßenrand bettelte. Sie hatte zwei Kleinkinder zu versorgen und der Kinderwagen war vermutlich mit dem einzigen Hab und Gut gefüllt, das sie besaß. Dieser Anblick hat uns sehr berührt, wenn man bedenkt, was wir mit unserer Reise an Geld ausgeben. Unsere Rucksäcke mussten sowieso leichter werden und einige Klamotten hatten wir noch gar nicht an. So trennten wir beide uns von ein, zwei Kleidungsstücken und verschenkten sie mit ein bischen Kleingeld. Wir wollen nun keine Samariter spielen aber vielleicht ist ihr damit ein wenig geholfen.

 

reiseberichtvorschaubild: