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unsere Route ...

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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China so nahe...

Datum: 
11. Oktober 2009

Heute traten wir auch schon wieder unsere lange Heimfahrt nach Hanoi an, die den ganzen Tag dauern sollte. Obwohl es sich eigentlich nur um eine knapp 400 km lange Strecke handelte, wovon sich jedoch ein nicht unerheblicher Teil in den Bergen befand, benötigten wir mit einigen Unterbrechungen dennoch 11 Stunden.

 

 

Heute zeigte sich dann auch endlich mal die Sonne, wenn auch nur für kurze Zeit...Als erstes flankierten wir den Grenzübergang nach China in Lao Cai. Wir alle hätten nie gedacht, dass China so nahe ist und wir diesem doch fragwürdigen Staat einmal so dicht gegenüber stehen sollten.

 

 

Schnell noch ein paar Gruppenfotos fürs Familienalbum und weiter ging es Richtung Hauptstadt, vorbei am Dorf der Blumendaos, die wir in ihrem kleinen Haus inmitten einer Tanzstunde vorm Fernsehgerät antreffen sollten. Auch hier schienen die Uhren noch gänzlich anders zu ticken und das miteinander stand im Vordergrund. Oft fuhren wir beinahe parallel zum Roten Fluss und konnten die Landschaft mit dem vielen Tee, den Papayas, Bananen, Reisfeldern uvm. beäugen. In einem weiteren kleinen Dorf hielten wir erneut, denn hier konnten wir riesige Zimtstangen im XXL-Format ansehen.

 

 

So wurde die Reise eigentlich nie langweilig, auch nicht bei der Mittagspause, die in einem größeren Dorf abgehalten wurde. Wir wurden in ein wenig einladendes Lokal mit dem Charme einer uralten Mensa oder Mitropa hineingeführt und fanden dort einen riesen Saustall vor. Am Nachbartisch hatte offensichtlich ein „großes Fressen“ unmittelbar vor unserem Eintreffen stattgefunden und die Kellnerinnen hatten nichts besseres zu tun, als sich über die Reste herzumachen. Unser Appetit sank von Minute zu Minute und wir waren gespannt, was man uns reichen würde, denn eine Wahl hatten wir nicht...Drei Affen eng eingesperrt in einem Käfig gaben auch schon Schreie von sich und werden womöglich auch eines Tages im Kochtopf landen. Eine Hündin zog ebenso ihre Bahnen vor uns auf und ab. Als dann unsere Nudeln mit Rindfleisch recht lieblos auf unserem Tisch landeten verspeisen alle außer Ecki nur die Beilagen, das Fleisch hingegen gaben wir der Hündin als Festschmaus sozusagen. Bloss schnell weg hier...Gegen 19.00 Uhr erreichten wir unser Hotel und beschlossen, dieses heute nicht mehr zu verlassen. Dem Lieferservice sei Dank, konnten wir in gemütlicher Atmosphäre wenig später italienische Köstlichkeiten gemeinsam verspeisen.

 

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