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„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Der letzte Tag in freier Natur

Datum: 
29. Juli 2009

Aller Abschied fällt schwer und so verabschiedeten wir uns kurz und schmerzlos. An dieser Stelle noch mal einen herzlichen Gruß an die Beiden, war schön, Euch getroffen zu haben.

 

 

Für uns hieß es nun, die letzte Etappe in Angriff zu nehmen und so gaben wir unserem „untouchable“ die Sporen. Auf halber Strecke machten wir noch einen Abstecher in den „hat heads nationalpark“ und schlugen unser Lager dort auf. Wie zur Begrüßung hoppelten die Kängurus um uns herum und der Ausblick auf die Sanddünen am Meer war atemberaubend.

 

 

Wir genossen die Zeit und die nächtliche, tierische Geräuschkulisse ließ uns das Maschinenkonzert der letzten Tage vergessen. Allerdings wurde die Nacht verdammt kalt und bei 8°C vergisst man schon mal die Nächstenliebe und zieht die Bettdecke zu sich rüber.

 

Mit Eisfüßen und kalter Nase erwachten wir recht früh und gingen auf morgendliche Fotosafari. Die Beutler waren schon unterwegs und ästen im taunassen Gras. Ohne sie erschrecken zu wollen versuchten wir den Moment des – davon hüpfens – einzufangen. Es gelang uns nicht wirklich aber die Tierbeobachtung aus nächster Nähe und dazu noch in freier Wildbahn war wirklich faszinierend. Wir tauten nach den ersten, wärmenden Sonnenstrahlen des Tages vollends auf und durchstreiften den nahen Eukalyptuswald. Kängurus sprangen davon und das kniehohe Gras kitzelte uns an den Beinen.

 

 

Bevor wir es vergessen, wir müssen heute noch nach Sydney und würden es am liebsten sein lassen. Aber bekanntlich soll man gehen, wenn es am schönsten ist. Also machten wir uns gegen 12:00 Uhr auf den Weg. Die nächsten knapp 350 km verliefen fast sprachlos, da wir beide einfach nur unseren Gedanken nach hingen. Endlich in Sydney angekommen wühlten wir uns erstmal durch den Feierabendverkehr und hatten wie immer keinen Stadtplan dabei. Durch Zufall wählten wir die richtige Ausfahrt und landeten auf der Habour Bridge. Wir bilden uns nicht ein, die Stadt wie unsere Westentasche zu kennen aber durch unseren vier tägigen Besuch kannten wir die großen Straßen. So fummelten wir uns durch und landeten mit dem letzten Tropfen Benzin vor dem „wicked camper depot“ im Stadtteil „green square“. Da wir den Van erst morgen abgeben mussten, begaben wir uns auf Nahrungssuche und mit chinesischen Nudeln im Bauch deckten wir uns zum letzten mal im „untouchable“ zu.

 

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