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„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Die Balinesen

Datum: 
12. September 2009

Die Balinesen erleben wir als sehr freundliche, immer lächelnde und aufgeschlossene Menschen, die zudem sehr hilfsbereit sind. Ihr Lächeln steckt an und wir fühlen uns auch gleich besser. Wir kommen recht schnell mit ihnen ins Gespräch und erfahren beispielsweise, dass nach dem Bombenanschlag im Jahr 2005 der Tourismus als Hauptwirtschaftszweig für ganze zwei lange Jahre scheinbar zum erliegen kam. Viele Balinesen hatten zu der Zeit keine Arbeit, der sie nachgehen konnten und erst ab 2007 kam der Aufschwung.

 

 

 

Balinesen lieben Kinder über alles und versuchen ihnen daher, viel zu ermöglichen. Erst durch die Kinder erlangen Vater und Mutter einen vollwertigen Stand in der Gesellschaft. Kinder werden solange getragen bis sie selbst laufen können, denn der aufrechte Gang unterscheidet sie von den Tieren. Jungen Balines(inn)en werden daher auch die Zähne gefeilt, da die Eckzähne ebenso etwas Animalisches an sich haben. So sieht man keine Erwachsenen ohne gefeilte Zahnreihen. Oft kommt es vor, dass sie dich einfach anfassen, an die Hand nehmen, woran wir uns erst wieder gewöhnen müssen. Ein kleiner Junge von knapp 3 Jahren hatte mich umarmt und dabei meine weiße Haut angefasst.

 

 

 

Balinesen müssen für ihre Kinder Schulgeld zahlen und eine Masseurin am Strand hat mir erzählt, dass es um die 70.000 Rp. (ca. 5€) im Monat sind. Highschool und Universität kosten entsprechend mehr. Das fanden wir angesichts des durchschnittlichen monatlichen Erwerbeinkommens von ungefähr 500.000 Rp. (ca. 35€) erstaunlich.

 

 

 

Der Hinduismus, dem 94 % der balinesischen Bevölkerung angehören, wird überall gelebt. Fast jedes Wohnhaus hat einen Altar oder einen Tempel und jeden Tag basteln sie kleine liebevolle Gestecke mit Opfergaben. Sie weihen alles mögliche, bspw. das Geschäft, das Restaurant oder gar den Rasen ihres Grundstückes. Unsere romantische Vorstellung sagt uns, dass es bestimmt Lotuswasser ist.

 

Wenn sie sich für Zeremonien in Tempeln zurechtmachen, ist man von der Schönheit und Anmut der Balines/innen einfach nur verzaubert. Wie sie sich bewegen und wie grazil sie dabei aussehen. Ihre Geschicklichkeit und ihre Ästhetik, sei es in Holz- und Steinarbeiten, beim Weben und Batiken, bei der Schmuckherstellung und in vielen anderen Bereichen des Handwerks ist überall präsent. Und wir bekommen jede Menge Anregungen zur Gestaltung unserer neuen Wohnung. Wir könnten einen ganzen Container mit Lampen, Möbeln und Stoffen heimschicken....

 

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