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„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Die Karawane zieht weiter

Datum: 
27. Mai 2009

Die Opito Bay hat uns festgehalten oder wir sie? Der Ort hatte anscheinend so viel Energie, dass wir in eine wahre Kreativwelle eingetaucht sind. Bei herrlichstem Sonnenschein erweiterten wir unser Sortiment neben Muschelbeschleifungen und Innenbemalung Paikeas nun um Holzgravuren. Wir machten sozusagen unseren eigenen kleinen Workshop auf und gravierten, schliffen und malten bis zum Sonnenuntergang.

 

Ein absolut harmonischer Tag und dann wurde es zu schön, um wahr zu sein, fast schon kitschig, eine Gruppe Delphine schwamm direkt vor uns im letzten Licht des Sonnenuntergangs durch die Bucht. Dieser Moment und das wahnsinnige Farbenspiel des Sonnenuntergangs tragen wir in unseren Herzen und kein Foto könnte es wieder geben. Wir saßen noch lange bei Kerzenschein und einem Glas Wein draußen und genossen die Zweisamkeit.

 

 

Das Wetter hielt auch am nächsten Tag an und die Magie des Ortes war ungebrochen. Heute jedoch stand der Hot Water Beach auf dem Programm und bis 14:30 Uhr mussten wir wegen der Ebbe dort sein. Der Parkplatz war schon gefüllt mit Campervans und eine regelrechte Karawane zog mit Schaufeln bestückt zum Strand.

 

 

Wir taten es ihnen gleich und dort angekommen schaufelten wir in einer großen Gemeinschaft Löcher in den Sand. Das aufsteigende Wasser war wirklich angenehm heiß aber zu einem Ganzkörperbad ließen wir uns dann doch nicht hinreißen. Es gab ein lustiges Bild ab, alt und jung buddelten Löcher in den Strand und suhlten sich anschließend darin. Es bildete sich eine Gruppendynamik heraus und mit Schaufeln bewaffnet kämpften wir alle gegen die anrollende Flut. Die Pools wurden mit Dämmen befestigt, ausgehoben und trotzten dem immer weiter ansteigenden Wasser. Nach einer Stunde war der Kampf verloren und das Meer nahm wieder seinen Platz ein. Die Karawane zog wieder ab und wir mit ihr.

 

 

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