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„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Ein Ventil ist nicht genug...

Datum: 
20. Oktober 2009

Heute war es endlich soweit. Der Wind frischte auf und so zog ich mit meinem North-12er bewaffnet an den Strand. Da der Wind sideshore von rechts kam (Südwest) und unser Hausstrand durch die Flut zu schmal geworden ist, musste ich auf den benachbarten Abschnitt ausweichen. Zu meinem Pech befand sich dort eine Kiteschule und bei dem Versuch, mein Material aufzubauen, wurde ich gleich zur Ordnung gerufen. Der Besitzer Jeff klärte mich darüber auf, dass ich nicht so ohne weiteres den Strand benutzen könne und ich entweder woanders hingehen soll oder zahlendes Sunshine Mitglied werden müsse. Anfangs war ich etwas verwirrt, da ich noch nie für einen Strand bezahlen musste und das eigentlich auch nicht vorhatte. Da die meisten Resorts in Mui Ne dicht an den Strand gebaut wurden und der noch verbliebene Sand zwischen den unzähligen Kiteschulen aufgeteilt war, hatte ich nicht viele Möglichkeiten. So biss ich in den sauren Apfel und wurde Mitglied für eine Woche, was mich 20 US$ kostete. Aber es sollte noch dicker kommen.

 

Ich baute meinen 12er auf und wartete auf den hoffentlich auffrischenden Wind. Während ich so da saß und aufs Wasser schaute, fiel meinem Kite nichts anderes ein, als langsam die Luft aus der Fronttube zu lassen. Es dauerte keine 5 Minuten und er lag platt wie ein Geschirrhandtuch vor mir. Verdammt, also wieder zusammen rollen, die Bar abbauen und zurück im Bungalow hoffentlich das Loch finden. Meine erste Vermutung wurde bestätigt, denn der Kleber des Fronttubeventils hatte sich verabschiedet. Nach der Reparatur rannte ich zurück an den Strand und baute erneut auf. Der Wind stimmte mittlerweile aber nach erneutem Aufpumpen vernahm ich ein lautes Zischen am zweiten Ventil der Fronttube. Auch das noch, also wieder alles abgebaut und zurück zum Bungalow. Diesmal gestaltete sich die Reparatur etwas komplizierter, denn ich musste die Hälfte der Tube raus holen. Kiten konnte ich heute wohl getrost abhaken und zu allem Übel ließ das Ventil einer weiteren Quertube ebenfalls Luft. Ich verbrachte insgesamt fünf Stunden mit den Reparaturen und eine Frage stellte sich: „Womit haben die denn die Dinger eingeklebt? Mit Spucke?“. Selbst nach vier Jahren sollte sich meiner Meinung nach der Kleber nicht in Luft auflösen.

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