Heute ging es mal wieder auf Reise. Wir Vier freuten uns auf die Fährfahrt und zunächst schien auch alles entspannt abzulaufen. Die See war recht ruhig, die Sonne schien und so machten wir es uns auf dem Sonnendeck gemütlich. Doch als wir den Hafen von Koh Tao allmählich hinter uns ließen, wurde der Seegang immer heftiger. Die Wellen nahmen immer mehr an Höhe zu und wuchsen zu stattlichen Bergen heran. Das Boot tanzte wie wild von einer Seite zur anderen und die Gischt schwappte bis aufs Oberdeck. Kaum jemand war noch trocken und das Meersalz klebte auf unserer Haut. Wir verkrümelten uns ins trockene Unterdeck und nun wussten wir auch, warum die Crew vor der Abfahrt Tabletten gegen Seekrankheit verteilt hatte. Das Schiff neigte sich teilweise in einem bedrohlichen Winkel, sodass wir den Horizont oft nicht mehr sehen konnten. Wir redeten uns gegenseitig Mut zu und sagten uns immer wieder, der Kapitän weiß hoffentlich, was er tut. Wo sind eigentlich die Rettungsboote? Ach ja, die gibts ja nicht aber zumindest haben wir einige Rettungswesten an der Reeling auf dem Oberdeck gesichtet. Claudi und ich machten die Augen zu und versuchten so, unsere Übelkeit mit ein wenig Schlaf zu überlisten. Es klappte. Das lautstarke Krachen der auf den Rumpf treffenden Brecher ließ unsere Abenteuerlust jedoch immer weiter sinken aber wir hielten uns an der einigermaßen beruhigenden Vorstellung fest, in einem Metallbot zu sitzen. Die Jungs verfolgten staunend den starken Wellengang und wurden auch immer ruhiger. Im Windschatten von Koh Phangan beruhigte sich die See allmählich wieder und wir waren heilfroh, nach über einer Stunde Achterbahnfahrt wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.
.jpg)
Eigentlich wollten wir mit einem Tuk Tuk zum Phangan Rainbow fahren, wo Chris vier Bungalows reserviert hatte. Die Preise waren jedoch mit 100 Baht (2 Euro) pro Person für rund 2km viel zu hoch und so rief ich kurzerhand bei Noy und Martin im Resort an. Wenig später holte er uns ab und langsam stieg die Vorfreude auf das Treffen mit den anderen. Wir bezogen unsere gemütlichen Strandbungalows und gingen erstmal baden. Chris fuhr später mit dem Großvater zur Pier nach Thongsala, um Beate, Torsten, Steffi und Max abzuholen.

Dann war es endlich soweit und wir waren komplett. Einfach herrlich, Freunde in die Arme zu schließen und schnell zu merken, dass die Zeit nicht zwischen uns stand. Die Vier mussten sich ersteinmal von ihrer langen Anreise aus Bangkok mit Nachtzug, Bus und Fähre erholen. Das familiäre Phangan Rainbow war der perfekte Ort für unser Wiedersehen und wunderbar, um die nächsten neun Tage gemeinsam zu verbringen.


reiseberichtvorschaubild: