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unsere Route ...

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Fazit Laos

Datum: 
17. Dezember 2009

Laos war unser fünftes Land Südostasiens, das wir besucht haben und doch schien hier alles anders zu sein. Die zurückhaltende, scheue, fast unterwürfige Art der Laoten war im Gegensatz zu manch aufdringlichen Menschen, die uns anderswo begegneten, sehr angenehm für uns. Wir konnten beispielsweie auf einem Nachtmarkt in Luang Prabang ganz ungestört entlang schlendern und wurden auch in keine Verkaufsgespräche verwickelt. Sabaidee und Khop Chai (bitte und danke) waren die Worte, die wir am häufigsten hörten und auch selbst gerne sprachen. Neben den freundlichen Laoten war es jedoch auch die atemberaubende Landschaft, die uns in ihren Bann zog. Die wundervollen Flusslandschaften, die Bergketten und Kalksteinformationen waren einmalig.

Der Buddhismus wird sehr streng gelebt. Die Laoten richten quasi ihren Tagesablauf danach aus. Es wird Reis vorgekocht und früh zu Bett gegangen, da sich die Mönche täglich vor Sonnenaufgang zum Bettelgang aufmachen und von den Laoten Almosen empfangen. Entsprechend gibt es tausende von Tempelanlagen in ganz Laos zu besichtigen, wobei eine schöner als die andere zu sein scheint.

Zweifelsohne ist das kommunistische Laos ein Entwicklungsland und wurde insbesondere im Indochina Krieg von Bomben verwüstet. Es liegen noch Millionen von Blindgängern im ganzen Land herum, was fatal ist, da Laos ein Agrarland ist. So muss man sich dennoch nicht wundern, in einigen stylischen Bars „bombastische“ Lampen oder Pflanzkübel vorzufinden. Schon makaber, aber eben auch ein offener Umgang mit der Geschichte. Wie auch in Kambodscha und Vietnam ist Bildung nicht kostenlos. So haben wir in einem netten Gespräch mit dem Englischstudenten Sy erfahren, dass er 140 US Dollar im Jahr Studiengebühren zahlen muss und auch für Grundschule usw. Geld zu entrichten ist. Da seine Eltern arme, kranke Bauern im Norden sind, muss er für seine Unterkunft im Guesthouse arbeiten und versucht, irgendwie an kleine Jobs zu gelangen, die sein tägliches Leben sichern. So ist es nicht verwunderlich, dass Laos eine hohe Analphabetenquote vorzuweisen hat. Trotz all der Armut hat aber jede noch so „schrottige“ Berghütte eine Satellitenschüssel und auch Handys bimmeln überall. Gegensätze - wie sie stärker nicht sein könnten.

Der Tourismus entwickelt sich mehr und mehr zu einem aufstrebenden Wirtschaftszweig und wer weiß, wie schnell sich das noch recht ursprüngliche Laos dadurch verändern wird. U. a. fragen sich ja die Mönche jetzt schon, warum sie jeden Morgen von Touristen mit Blitzlichtgewitter während ihres Bettelgangs empfangen werden...

Hier wie gehabt ein Überblick über unsere Route (grüne Farbe: Flugroute / rote Farbe: Landroute):

 

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