Heute hieß es, wiedereinmal Abschied zu nehmen und Indonesien nach insgesamt 26 Tagen zu verlassen. Es regnete seit gestern wie aus Eimern und das machte es uns etwas leichter. Der bestellte Shuttle-Bus ließ uns aber im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehen und nachdem wir nach fast einstündiger Verspätung schon kurz davor waren, ein wesentlich teureres Taxi zu nehmen, bog er doch noch um die Ecke.


Nass und ein wenig genervt vom indonesischen Zeitgefühl landeten wir doch noch pünktlich auf dem internationalen Flughafen Ngurah Rai. Es folgten die üblichen Sicherheitskontrollen und jetzt gab es nur eine Hürde zu nehmen, unser hoffentlich erfolgreich angemeldetes Visum für Vietnam. Wir fuchtelten mit der ausgedruckten Visum-Zusage (approval letter) vor den Augen der check-in Angestellten herum und nach einem kurzen Blick auf die Gepäckwaage durften auch wir mitfliegen. Sie akzeptierten unseren Brief und das maximale Gewicht von 50 Kilogramm unserer drei Gepäckstücke wurde auch nicht überschritten. Ich hatte mein Kitegepäck als Golfgepäck deklariert und der check-in Angestellte fragte extra nochmal nach, bevor er den Zettel drauf klebte. „Ja, das ist mein Golfgepäck, bitte vorsichtig behandeln...“. So wurden meine 25 Kilo Tasche und unsere Rucksäcke ohne Probleme über Kuala Lumpur bis nach Hanoi durchgecheckt. Wir mussten ihm nur versprechen, dass wir im Transitbereich von Kuala Lumpur bleiben, warum auch immer.
Dort gegen 22:30 Uhr angekommen suchten wir uns einen Schlafplatz auf zwei der harten Sitze in der Wartehalle. 12 Stunden in Kuala Lumpur und dazu noch Übernachtungsmöglichkeiten wie im Kinderferienlager brachten uns allerdings an die Grenzen. Schlafen in einem Flughafengebäude ist nicht wirklich erholsam und so fanden wir beide insgesamt vielleicht eine Stunde Schlaf. Wir sind völlig übermüdet und orientierungslos zwischen den unzähligen Duty-Free Geschäften umhergeirrt und aus jeder Ecke flimmerten uns Flachbildschirme mit den verlockendsten Werbeangeboten entgegen. Was für eine Glizterwelt, ein wahrer Konsumtempel und wir 12 Stunden mittendrin...
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