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unsere Route ...

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Geschrei und Gezeter

Datum: 
4. Juli 2009

Heute wurden wir vom unglaublichen Geschrei und Geschnatter der freilebenden Papageien geweckt. Eigentlich herrlich aber die Vögel können zusammen unheimlich laut sein. Und laut ist gar kein Ausdruck, grell schreiend flogen sie in Schwärmen um unseren Schlafplatz und ließen sich direkt auf dem Baum vor uns nieder. Ich bin meinem neuem Hobby als Tierfotograf nachgegangen und in der Zwischenzeit trocknete unsere Wäsche von gestern Abend in der Sonne.

 

 

 

Gegen mittag konnten wir weiter fahren und in Port Macquarie bekamen wir dann endlich auch einmal lebendige Kängurus zu Gesicht. Nach einer Nacht am Strand legten wir unseren nächsten Stop in der Surferhochburg Byron Bay mit seiner unvergleichlichen Küstenlinie ein. Ein großartiger Strand an dem wir uns gleich in die Wellen stürzten.

 

 

Der Sonnenuntergang färbte das Meer absolut Pink und uns kam es so vor, als wenn sich gesamt Byron Bay am Strand versammelt hat um dieses spektakuläre Schauspiel zu bestaunen.

 

 

Anscheinend mögen die hier keine im Van schlafenden Backpacker, denn auf jedem Parkplatz standen etliche Hinweisschilder „No Overnighting“ mit der gleichzeitigen Strafandrohung von 250 Dollar. So drehten wir unsere Runden durch den Ort auf der Suche nach einem entspannten Schlafplatz ohne diese nervigen Schilder. Ein wenig ab vom Schuss direkt am Meer wurden wir fündig. Als wir uns zu einem Stadtbummel aufmachten liefen wir durch Zufall an einem alternativen Markt vorbei und erhaschten einen kleinen Einblick in die spontane Jam-Session der Künstler, welche sich zu den getrommelten Rhythmen absolut abgefahren bewegten. Die Luft war geschwängert vom unverkennbar würzigen Grasgeruch und die Tüten drehten ihre Runden. Die Nähe zum Ort Nimbin, einer Hippiestadt westlich von Byron Bay, ist hier unverkennbar und die Leute sahen auch so aus.

 

 

Den Rhythmus noch im Kopf ging es am nächsten Tag über Brisbane nach Rainbow Beach, von wo aus wir eigentlich die landschaftlich sehr anziehende Fraser Island mit der Fähre besuchen wollten. Doch leider ließen uns Wetter und Glück im Stich, da die Touren vollständig ausgebucht waren.

 

 

Immerhin haben wir auf einem kostenlosen Campingplatz ein wenig ausspannen können und begegneten den sympathischen und gastfreundlichen Franzosen Manu und Hervé, die typisch französisch ordentlich zum Abendbrot auftischten und uns dazu einluden. Denn sie hatten sich auf „unseren“ Platz gestellt, da sie annahmen, dass wir bereits abgereist sind. Fünf Minuten nachdem sie unser tagsüber mühselig am Strand zusammen gesuchtes Feuerholz entfacht hatten, kamen wir zurück und sie entschuldigten sich tausendmal dafür – daher die spontane Einladung zum Essen, die wir hungrig und dankend annahmen. Gemeinsam plauderten wir in Lagerfeuerromatik und hatten einen entspannten und gemütlichen Abend.

 

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