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unsere Route ...

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Guayacan

Datum: 
17. März 2009

Nach einer erneuten ausdauernden Session auf dem Wasser kamen wir mit dem deutschen Kiter Stephan ins Gespräch, der seit einem Jahr in Chile lebt und davon bereits einen Monat im Dorf oberhalb des Stausees, Gualliguaica. Schnell erfuhren wir, dass er seit 12 Jahren nicht mehr in Deutschland lebt und diese Geschichte weckte definitiv unsere Neugier. Spontan lud er uns zu sich nach Hause ein. So saßen wir ein wenig später zunächst bei Wein zusammen. Es stellte sich heraus, dass Stephan erst in den Niederlanden und in Mexico studiert hat und sich danach seinen Traum in den USA verwirklichte, nämlich Hubschrauberpilot zu werden. Ein Jahr später arbeitete er bereits für diverse Ölfirmen, u. a. in Malaysia, Nigeria und zuletzt in Chile. Eine wirklich interessante Geschichte.
 
Während unseres Gespräches köchelte eine Linsensuppe auf dem Gasherd, denn Stephan hatte noch ein Pärchen eingeladen, das er beim Bier kaufen am Kitespot kennengelernt hatte. Es handelte sich dabei um die einzigen Bierbrauer aus dem Elqui-Tal, das ja besagtermaßen eher für seinen Weinanbau bekannt ist. So stießen Patricia und Cristobal dazu und sie hatten prompt einige Flaschen ihres Gebräus inpetto. Der 27-jährige Cristobal hatte während seines Studiums in Santiago lediglich einen Bierbraukurs belegt, der ihn später auf die Idee bringen sollte, dem Wein den Rücken zuzukehren. Denn Bierbrauen sei das ganze Jahr über möglich und somit rentabler für ihn. Außerdem hat er ja auch keine lokale Konkurrenz. Den Hopfen besorgt er sich aus dem benachbarten Argentinien. Schon witzig.
 
Zur deftigen Linsensuppe probierten wir das herbe Dunkle und das kühle Blonde Guayacan. Echt lecker dafür, dass er noch an seiner Formel herum experimentiert. Seine Freundin Pata greift ihm dabei kräftig unter die Arme. So verlebten wir Fünf einen amüsanten Abend abwechselnd in englischer, spanischer und deutscher Sprache. War ja klar, dass wir auf die Exoten stoßen.
 
Das Kitematerial konnte ich bei Stephan zwischenlagern, da unsere Reise morgen in die Atacama Wüste geht und man dort natürlich keinen Wassersport betreiben kann.
 

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