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„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Heute hier, morgen dort

Datum: 
18. März 2009

Nach einem herzlichen Abschied von Eduardo und Xesca, der wieder einmal schwer fiel, da wir uns sehr wohl bei ihnen gefühlt haben, machten wir uns auf Richtung Norden. Bis zur Atacamawüste lagen schließlich noch um die 1.300 km Fahrt auf der Pan Am vor uns.

 

 

Wir teilten uns die erste Strecke bis zur Küstenstadt Antofagasta.

 

 

Nach über 11 stündiger Fahrt und ca. 1.000 km später erreichten wir gegen 23.15 Uhr diesen Industriestandort und dachten im ersten Augenblick, dass uns die Lichter der Stadt Willkommen heißen. Aber wir fuhren lediglich an stinkenden, qualmenden, hell beleuchteten und monströsen Raffinerien vorbei. Die Stimmung erweckte den Anschein, wir müssten zur Arbeit fahren...Überall war Gewusel, tonnenschwere LKW fuhren kreuz und quer an uns vorbei, doch wir beiden wollten doch nur eine Bleibe in der Stadt finden...

 

Einige Kilometer weiter erreichten wir über eine geschwungene Bergstraße endlich Antofagasta. Mit knurrenden Mägen waren wir hellauf begeistert, einen Mc Donald's zu sichten. Satt und zufrieden ist es vielleicht einfacher, eine Unterkunft zu finden. Nicht jedoch in einer Stadt, die wir nicht kennen und Antofagasta heißt....Wir irrten eine knappe Stunde durch die Gegend und zu unserem Pech waren die Hostals entweder belegt oder die Hotels zu kostspielig. Schon völlig genervt und müde dazu nach mittlerweile 13 Stunden im Auto befragten wir einen Passanten, wo denn Unterkünfte zu finden seien. Wir hatten im falschen Stadtteil gesucht und er verwies uns direkt in die Stadtmitte, wo wir um 01.30 Uhr tatsächlich ein sauberes Hotelzimmer zum moderaten Preis fanden.

 

Da unser Wasser zur Neige ging mussten wir nochmal vor die Tür um welches zu besorgen. Es dröhnte uns aus jeder Straßenecke laute Musik aus zwielichtigen Nachtclubs mit überwiegend roter Beleuchtung entgegen und mit der Promille einiger Passanten hätte man ohne weiteres eine Kleinstadt versorgen können. Was war denn hier los? Es ist schließlich Donnerstag oder bessser gesagt es war Donnerstag und die Leute taumelten nur so durch die Gegend. Nachdem wir auch noch angequatscht wurden, ob wir Stoff haben wollen, war Feierabend. Schnell Wasser besorgt und zurück ins sichere Hotelzimmer. Diese Stadt strahlt eine eigenartige Atmosphäre aus und wir werden sie so schnell wie möglich verlassen. Na dann gute Nacht!

 

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