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unsere Route ...

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Hier ein Stempel, dort ein Stempel

Datum: 
11. November 2009

Mit unserem schweren Gepaeck wurden wir frueh am Morgen vom Guesthouse abgeholt und durften einige hundert Meter zu Fuss bis zum Busbahnhof zuruecklegen. Der Busfahrer sammelte an mehreren Haltestellen weitere Traveller ein, bis der Bus am Ende ueberladen war. Es wurde improvisiert, indem der freie Mittelgang mit Plastikstuehlen bestueckt wurde. Anfangs mussten wir darueber lachen, doch an dieser Situation war eigentlich gar nichts lustig. Zum Glueck ist nichts weiter passiert.

An der Grenze angekommen mussten wir ca. 45 Minuten in der Mittagssonne und bei Fischgestank ausharren, um unseren kambodschanischen Ausreisestempel zu erhalten. Was fuer eine Tortur. Etwas planlos liefen wir bei gefuehlten 45 Grad umher, um den thailaendischen Grenzposten zu erreichen. Diesmal hatte sich die Wartezeit sogar verdoppelt und nach anderthalb Stunden hatten wir den thailaendischen Stempel im Pass. Mit einem Minibus wurden wir zu einem Imbiss gefahren, von dem aus die letzte Etappe des Reisemarathons losging. Dieser Teil war der mit Abstand entspannteste und nach insgesamt 11 Stunden erreichten wir Bangkok in der untergehenden Sonne.

 

Wir landeten in einer Nebenstrasse der Backpackerstrasse Khao San. Die erste Huerde, ein Paket mit den kambodschanischen Souvenirs nach Deutschland zu schicken, nahmen wir muehelos. Im Rambuttri Guesthouse mieteten wir uns ein gemuetliches Doppelzimmer und stillten danach unseren Hunger. Ein kurzer Abstecher in die "Chaosstrasse" war verlockend und in einer uns bekannten Bar spielten wir Billiard und kamen mit einem netten Thai ins Gespraech, der uns auch gleich zu Sangsom-Soda einlud. Khao San Road, Sangsom und Halligalli - endlich sind wir in Thailand, das wir nach unserem ersten Besuch im Jahr 2007 immer in guter Erinnerung hatten und wo sich auch die Idee unserer Weltreise verfestigt hatte.

 

Nach einer erholsamen Nacht haben wir dann bemerkt, dass wir wegen der Einreise nach Thailand uebers Land nur ein 14 taegiges Visum bekommen hatten. Es fuehrte daher kein Weg daran vorbei, die Immigration aufzusuchen. Ueblicherweise erhaelt man bei Einreise am Flughafen ein 30-Tage-Visum. Es war schon eine Herausforderung, ein Taxi mit Taxometer fuer diese weite Strecke zu bekommen. Beim dritten Anlauf hat es dann endlich geklappt. Im riesigen Regierungsbezirk suchten wir die Immigration auf und fragten uns durch. An einem Schalter dachten wir, dass wir richtig seien, doch lange Zeit tat sich nichts. Bei erneuter Nachfrage verwies man uns in eine voellig andere Ebene dieses gewaltigen Gebaeudes. Total genervt von der thailaendischen Buerokratie hatten wir nach 3 Stunden, einer Verwarnung wegen trinkens - ja Ihr hoert richtig, Wasser trinken war untersagt - und 38 Euro Gebuehr einen weiteren Stempel im Pass. Dieser erlaubte es uns, weitere sieben Tage in Thailand zu verweilen. Wir hatten natuerlich gehofft, das begehrte 60-Tage-Visum zu bekommen, dieses erhaelt man aber nur im Ausland, erklaerte uns ein Verwaltungsbeamter. Logisch war das nicht aber wir mussten es akzeptieren und unserem gemeinsamen Urlaub mit unseren Freunden stand erstmal nichts im Wege.

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