Nachdem wir gestern in Grevesmühlen angekommen sind und wir herzlichst begrüßt wurden brauchte ich erstmal meine Ruhe. Es waren einfach zu viele Eindrücke und dazu stand ich mit einem Bein noch in Thailand. Zu abrupt und schnell musste ich mich mit dem Gedanken anfreunden, nach Deutschland zu fliegen. Mein Kopfkarussel drehte sich zwischen Abschied nehmen von dem süßen Leben und der wirren Gedankenflut der Weltreiseerlebnisse. Steffi und ich trennten uns nach ca. 350 Tagen an denen wir uns Tag und Nacht, 24 Stunden in jedes Abenteuer stürzten. Der Abgang war weniger glorreich aber ich wollte es so. Ich brauchte meine Ruhe und musste meinen Gedanken nachhängen. Steffi ist zu ihren Eltern gefahren und ich blieb in Grevesmühlen. Eine ungewohnte Ruhe umgab mich und ich war zum ersten mal wieder alleine. War ganz schön komisch und ich legte die erste CD, die mir in die Finger kam in den Player. Best of 1977 und ich drehte die Lautstärke auf. Mit Amanda Lear, Baccara und Boney M. wollte ich also alleine ins neue Jahr feiern? Irgendwas lief doch hier falsch. Um nicht vollkommen im Selbstmitleid aufzugehen rief ich Jan in Rostock an. Es war schön, seine Stimme nach einem Jahr wieder zu hören und er erklärte sich bereit, mich aus Grevesmühlen abzuholen. Silvester ohne Steffi wäre allerdings auch unvorstellbar. Einen Telefonanruf und eine Stunde später standen sie alle vor der Tür, Steffi, Jan und Nina.
Schneller als gedacht befanden wir uns in Rostock und fieberten mehr oder weniger dem Jahreswechsel entgegen. Es war ein einziger Rausch und wir rutschten relativ unspektakulär ins neue Jahr. Vielen Dank nochmal an Roman und Riecke als Gastgeber. Verrückt, gestern noch in Thailand und heute schon Silvester feiernd in Deutschland. Die Welt ist klein und wird immer kleiner.
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