Gegen Mittag unternahmen wir einen kleinen Bummel durch Bellavista. Wir waren dabei völlig geflasht vom heißen und trockenen Klima und von den gewaltigen Anden im Hintergrund. Wir haben kaum Luft bekommen und mussten uns ersteinmal an alles gewöhnen. Nach WHO Angaben gilt die Luftqualität als eine der schlechtesten der Welt, lasen wir später. Wie in einem Kessel gefangen kann der Smog, aufgrund der klimatischen Gegebenheiten nicht nach oben abziehen und legt sich wie eine Glocke über die Stadt.
Weiterhin waren wir beeindruckt, wieviel in Stgo. gebaut wird. Überall Krähne, Handwerker und Bauarbeiter am werkeln. Im Funkenflug eroberten wir die bohèmen Straßen. Diese Stadt ist definitiv auf dem aufstrebenden Ast. Viele Universitäten erhalten komplett neue Gebäude und auch die Restaurants, Bars usw. zeigen sich in einem modernen Design.
Am Abend haben wir uns zum Hostel - BBQ angemeldet und waren gespannt, was aufgetischt wird. Nun, es war eine nette Atmosphäre, mit viel Rotwein, viel Fleisch, wenig Salat bzw. Gurke und Tomate und der hier sehr beliebten Koriandersoße. Es war amüsant, diesem Spektakel beizuwohnen und insbesondere der überdimensionierte Grill, der in Südamerika zur Standardausrüstung eines guten Hausmanns zu gehören scheint, war imposant. Aber auch mit den vielen jungen Leute unterschiedlicher Nationalitäten ergaben sich zum Teil interessante Gespräche.


Schnell kamen wir in Kontakt mit einigen von ihnen. Manche Konversationen verliefen nach dem Schema „F“ ab. Wo kommt ihr her, wo reist ihr noch hin, wie lange seid ihr unterwegs, ich war ja schon hier und dort...Man bekommt dadurch einerseits gute Tips aber anderseits kann es auch nerven. Hostels haben halt ihren ganz besonderen Charme...und den genießen wir nun nach den vielen Casa-Aufenthalten in Kuba - das erste Mal überhaupt auf unserer Reise.
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