weltreise

unsere Route ...

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

Reiseberichte
«  

Mai

  »
M T W T F S S
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31
 
 
 
 
   
     
 

Im Tempel der Esotherik

Datum: 
16. März 2009

Damit nicht nur Nico auf seine Kosten kommt, unternahmen wir heute einen Ausflug ins berühmte Elqui-Tal mit seinen unzähligen  Weinbergen, der Kulisse der Anden mit Sternwarte und dem glasklaren, gleichnamigen Fluss.

 

 

Dieses wunderschöne Tal ist ein Mekka für Weinbauern, Astronomen, Esotheriker und normalen Menschen wie wir, die auf der Suche nach Entspannung und Glück sind. Die zauberhafte Landschaft bot einen unglaublichen und kaum zu beschreibenden Anblick, der uns einfach in seinen Bann zog. In diesen Dimensionen wirken wir Menschen ganz klein und unbedeutend, da die Natur einfach viel präsenter ist als alles andere.

 

Noch nie zuvor haben wir soviele Weinstöcke dicht an dicht gesehen. Unterwegs beobachteten wir die fleißigen Bauern bei der Weinernte am Wegesrand und wollten angesichts der Temperaturen nicht mit ihnen tauschen.

 

 

Die Trauben werden neben Tafelweinen zum chilenischen Nationalgetränk Pisco verarbeitet, der vom Geschmack und von den Umdrehungen vergleichbar mit Grappa ist. Die Chilenen sind es jedoch nicht gewohnt, ihn solo zu trinken. Stattdessen wird er gerne mit Cola und Co. verdünnt. Nichts für uns hart Gesottenen.

 

Die berühmteste und allseits verehrte Tochter des Tals war die Literaturnobelpreisträgerin Gabriela Mistral, die seinerzeit neben Liebe, Tragik und Schmerz auch über Wein Folgendes schrieb:

 

Yo tengo un olfato sacado de esas vinas

y esos higuerales y hasta mi tacto

salio de aquellos cerros

de pasto dulce o pastos bravos...“

 

Pisco-Elqui, ein Dorf, dem magische Kräfte zugeschrieben werden, war unser eigentliches Tagesziel. Es liegt auf einer Höhe von 1.300 Metern über dem Meer und unser kleiner Kia hatte ganz schön zu kämpfen. Am Dorfplatz zeigten sich zuerst eine wunderschöne alte Kirche und natürlich die gigantischen 4.000-er im Hintergrund.

 

 

Schritt für Schritt näherten wir uns dem Tempel der Esotherik. Die Uhren scheinen hier langsamer zu ticken - Entspannung pur. Überall in den verborgenen Gärten wurden Reiki, Yoga und sonstige Heilpraktiken angeboten. Neben den üblichen Souvenirs wurden u. a. Kräuterextrakte und heilende Steine angeboten, von denen  jetzt zwei an meinen Ohren baumeln.

 

 

Tourismus der anderen Art...Nico wurde mehr und mehr von der Magie angesteckt und sog die Kraft der Berge in sich auf. Sieht er nicht schon jünger aus?

 

 

 

reiseberichtvorschaubild: