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„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Inselrundgang mit Discount

Datum: 
17. September 2009

Diese Insel macht ihrem Namen als Partyisland alle Ehre. Trotz des muslimischen Fastenmonats Ramadan rollt hier die Rupiah und diverse Restaurants und Bars haben bis spät geöffnet. Fast jeder macht hier sein Geschäft mit den partyhungrigen Westlern und da es keine Polizei auf der Insel gibt, wird uns alle Nase lang was zu rauchen und vor allen Dingen Magic Mushrooms angeboten. Es werden persönliche wie auch religiöse Freiräume für Geschäfte aller Art genutzt. Wie auf einer Perlenkette reihen sich unzählige Restaurants, Bars und Geschäfte an der kleinen Hauptstraße aneinander und die einzigen Transportmittel der Insel sind Pferdekutschen und Fahrräder. Nach dem schon erwähnten balinesischen Verkehrschaos war das Fehlen von Motorenlärm und Abgasen eine echte Wohltat und das Meer schillerte in unglaublichen Türkistönen. Bei einer Wassertemperatur von 29°C, Sonnenschein und 31°C fällt es einem schwer, sich nicht wie im Paradies zu fühlen.

 

 

Nach einem leckerem Frühstück im Coco Cafe gingen wir heute auf Erkundungstour um die Insel. Einerseits um einen Platz für mich zum Kiten zu finden und andererseits auf der Suche nach einem Schattenplätzchen für Steffi, um die gnadenlose indonesische Sonne zu überstehen. Natürlich sind wir mal wieder ohne Plan einfach los gelaufen und nach dem ersten Drittel des Weges schwitzten wir aus allen Poren und hätten ein Königreich für eine Flasche Wasser gegeben. Unsere Inselumrundung dauerte ca. 2½ Stunden und die letzten Meter in sengender Hitze legten wir dann doch in einer Pferderikscha zurück. Die Westseite der Insel ist kaum bebaut und ein trockener, staubiger Sandweg führt die Küste entlang. Sie ist von einem flachen Riff umgeben und der starke Gezeitenunterscheid legt bei Ebbe das gesamte Riff bis zur Riffkante trocken. Der Unterschied war hier so extrem, dass nicht einmal schnorcheln möglich war. Die Ostseite sah da schon anders aus und nur hier war baden, schnorcheln oder kiten möglich. Der langsam durch die Ebbe immer größer werdende Strand an der Ostseite war jedoch traumhaft und Gili Trawangan ist dort in einigen Bereichen puderweiß.

 

 

 

Nach unserer Rückkehr lernten wir Chris, den kanadischen Eigentümer unserer Bungalows, kennen. Nach einem freundlichen, gegenseitigen Beschnuppern fragten wir ihn gleich nach einem Spezialpreis und nach einer kurzen Bedenkphase gab er uns ein unschlagbares Angebot. Anstatt 150.000 Rp pro Nacht zu zahlen bot er uns 125.000 Rp (ca. 9€) für unser Doppelzimmer an. Es lohnt sich also immer, nachzufragen und unser Budget erfuhr eine kleine Schlankheitskur. Er erzählte uns zudem, dass am Sonntag der Ramadan enden würde und am Montag eine fette Party aus diesem Anlass steigen solle. Was gab es da noch länger zu überlegen? Spontan verlängerten wir unseren Aufenthalt und wurden nocheinmal belohnt, denn Chris räumte uns eine freie Übernachtung nach sieben Tagen Aufenthalt ein.

 

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