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unsere Route ...

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Keke Homestay

Datum: 
10. September 2009

Unser nächstes kleines Reiseziel auf Bali ist das an der Ostküste gelegene Sanur. Unser Taxifahrer Jeremie klapperte mit uns eins, zwei Homestays ab (balinesische Pension) und beim dritten Anlauf hat es dann geklappt. Wir betraten einen friedlichen Innenhof mit recht traditionellen Bauten und einem schönen Garten. Die Inhaberin Keke hatte eine freundliche, ruhige Ausstrahlung und wir fühlten uns auf Anhieb wohl. Für umgerechnet 3,90 € inkl. Frühstück p.P. bewohnten wir für die nächsten vier Nächte ihr kleines Reich und hatten einen Einblick in das Familienleben. Typischerweise lebten hier drei Generationen unter einem Dach und alle packten im Familienbetrieb fleißig an. Ihr Tag begannn sehr früh am Morgen und so wurden wir desöfteren von den ersten Handschlägen auf dem Hof und vom Kinderlachen geweckt.

 

 

 

Sanur erlebten wir insgesamt sehr viel entspannter als Legian. Klar, wollten auch hier die Balinesen ihr Geschäft mit uns machen und so haben wir Sätze wie: „You need transport my friend?, Looki, looki in my shop? I have nice dress for you madam..., massage or manikure?...“ am laufenden Band gehört. Oft sind wir an der Strandpromenade spazieren gegangen und haben dabei die wahnsinnns Architektur einiger Hotel- und Spa-Anlagen bewundert. Oder wir lagen einfach nur faul am Strand herum. Der Wind blies nicht ausreichend und so konnte Nico leider nicht aufs Wasser.

 

 

 

Die Abende haben wir in den unzähligen Straßenrestaurants und Lokalen mit Livemusik verbracht. Nach dem Camperleben finden wir es wundervoll, nun wieder jeden Tag essen gehen zu können und das zu niedrigen Preisen. Im Durchschnitt zahlen wir 2,50 € für ein Abendessen. Eine „Legong“ Aufführung, einer der schönsten balinesischen Tänze, von kleinen, wunderschön zurecht gemachten Mädchen haben wir in einem der Restaurants gesehen. Die Kleinen tragen glitzernden, eng umwickelten Brokat und wir können uns gut vorstellen, dass jahrelanges, hartes Training dafür erforderlich sein muß, um diese Ausstrahlung und die oft komplizierten Bewegungsabläufe zu beherrschen.

 

 

 

Neben all dem Vergnügen mussten wir aber auch viele organisatorische Dinge erledigen. Da wir Nicos Mutti am 3. Oktober in Vietnam treffen werden, haben wir unsere Weltreiseroute spontan geändert und brauchten schnellstens ein vietnamesisches Visum und den Flug nach Hanoi. Unser Weltreiseticket war erschöpft und unser letzter Flug geht am 15. Januar ab Bangkok über Finnland nach Berlin. Da Vietnam sozialistisch ist und man wie auf Kuba ein Visum vor der Einreise braucht, hieß es nun für uns heraus zu finden, wo man dieses am besten her bekommt. Nach langer Recherche und mehreren durchgelesenen Foren sind wir nicht unbedingt schlauer geworden, da jeder etwas anderes erzählte. Die Seite des auswärtigen Amtes sagte ausdrücklich, dass man sich das Visum bei der vietnamesischen Botschaft holen muss und dafür entweder den Reisepass hinschicken oder selbst dort aufkreuzen solle. Ein normales Touristenvisum bei der Einreise soll es wohl nicht geben und die Airlines würden einen ohne vorheriges Visum gar nicht erst mitnehmen. Oh man, warum müssen die das so kompliziert machen? Da es in Bali keine vietnamesische Botschaft gibt, blieb uns nichts anderes übrig, als ein „visa on arrival“ über ein deutsches online Reisebüro zu beantragen. Nun müssen wir abwarten und die Daumen drücken, denn ansonsten würden wir vor verschlossenen vietnamesischen Toren stehen.

 

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