Jetzt kommt was für die Kiter unter uns. Der Spot der letzten Tage liegt 5 Gehminuten von unserer casa am östlichen Ende der playa del este in Guanabo kurz vor einem ehemaligen Hafen. Durch zwei von der Brandung gezeichnete alte Kaimauern abgeschirmt laufen die Wellen relativ sauber und ohne Chaos an den Strand. Die Bedingungen sind wie überall in der Karibik gut. Natürlich hängt es von der Jahreszeit ab, aber die Monate Januar-März sind erfahrungsgemäß sehr ertragreich. Es gibt hier bis jetzt mindestens 4-5 Tage die Woche stetigen Passatwind aus Ost-Nordost mit guten 4-5 Bft und darüber hinaus. Die Lufttemperatur schwankt zwischen 22 - 29 Grad und das Wasser um die 22 Grad. Bis jetzt bin ich mit meinem 12er und 8er sehr gut ausgekommen. Mein Neoprenanzug ist hier etwas fehl am Platze, denn Hose und Lycra-shirt sind völlig ausreichend. Was mir hier extrem auffällt ist, dass der Müll am Strand rum liegt. Dieses unschöne Phänomen findet sich an allen meinen bisher besuchten karibischen Orten wieder. Es lässt sich ganz einfach an einem Beispiel von heute darstellen:
Ein kubanisches Pärchen kommt an den Strand, setzt sich hin und jeder hat eine Dose in der Hand. ...er trinkt sein Bier aus...und weg damit, es wird einfach an den Strand geschmissen...sie trinkt aus und weg damit, sie schmeißt ihren Müll genauso unbedacht an den Strand... Zum Glück wird in gewissen Abständen der Strand gesäubert. Es ist schade, dass es in dieser Hinsicht überhaupt kein Umweltbewusstsein gibt. Das Schlimme dabei ist, dass ich beim aufbauen meines Kites immer drauf achten muss, wo ich den Schirm nun hinlege. Es könnten hier und dort Scherben, Büchsen oder Ähnliches liegen.
Trotz dieser Nebenerscheinung gibt es etwas extrem Positives: Ich habe den Beach für mich ganz allein. Bis jetzt war ich der einzige Kiter am Strand von Guanabo. Es ist herrlich, der Wind bläst relativ gleichmäßig, die Sonne scheint, das Wasser leuchtet aquamarinfarbend, die Kulisse mit dem weißen Strand und den Palmen im Hintergrund, ausreichend Platz in jede Richtung, das Flachwasser läuft auf einer Fläche von ca. 50 m aus und es gibt einen netten, kleinen Beachbreak. Und man hat in jedem Fall Zuschauer, was durchaus motivierend wirkt. Und nach einer Nacht mit einem Glas zu viel cuba libre kann man immer noch aufs Wasser, weil der Wind meist erst nach der Mittagszeit anfängt und bis zum Sonnenuntergang ca. 18:30 Uhr bleibt...aloha...

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