Am frühen Morgen, Steffi schlief noch, begab ich mich, auf der Suche nach Wind, in die Dünen am Strand. Während ich so auf den indischen Ozean schaute und meinen Gedanken nachhing streckte doch tatsächlich eine grüne Meeresschildkröte ihren Kopf aus dem Wasser. Genauso schnell, wie sie aufgetaucht ist, war sie auch schon wieder verschwunden. So ging das eine ganze Weile und nach zwei Stunden faszinierten Beobachtens bemerkte ich auch noch Wale am weiter draußen gelegenen Riff. Was für ein Start in den Tag und der aufkommende Wind kräuselte schon langsam die Wasseroberfläche.

Nach dem Frühstück konnte ich es kaum noch erwarten und mit Volldampf ging es wieder nach Sandy Bay. Der Wind kam konstant aus Südwest und blies mit 16 Knoten über die Flachwasserbucht. Ich hatte die kleine vom Korallensand strahlend weiße Bucht für mich alleine und mit Lichtschutzfaktor 30 im Gesicht zog ich meine Bahnen raus zum Ningaloo-Riff und zurück. Das Wasser war klar und schimmerte in den unglaublichsten pastell Türkistönen. Den herrlich in diese Farbkombination passenden erdig-roten Farbtupfer besorgte die Landschaft im Hintergrund. Ob ihr es mir nun glaubt oder nicht, ich bin zwischen grünen Meeresschildkröten Slalom fahren und nach meiner langen Kiteabstinenz war dieser Spot schon fast zu viel an Eindrücken. Ich hatte das Gefühl, in eine Farbpalette gefallen zu sein und konnte gar nicht genug bekommen. Die Natur ist und bleibt der beste Maler. Ich verbrachte den gesamten Nachmittag auf'm Wasser und mit der untergehenden Sonne neigte sich dieser fantastische Tag dem Ende entgegen.





In solchen Momenten bin froh, mein Kitezeug um die Welt zu schleppen und es entschädigt für so manche verschwitzte Buckelei des 24 kg schweren Gepäcks.
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