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„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Kitesurfen auf Gili Trawangan/Lombok

Datum: 
20. September 2009

Ich war mir nicht sicher, ob ich auf Gili Trawangan kiten gehen soll. Alle Bedingungen sprachen dagegen und am meisten überwog der starke Gezeitenunterschied mit dem einhergehenden Absaugen des Wassers bis zur Riffkante. Der Wind wehte aus Südwest mit 20 – 25 Knoten und ich hatte nur mein leichtes Marschgepäck bestehend aus Board, 12er, Trapez und Shorts dabei. Aufgrund unserer 11 stündigen Anreise mit diversen Verkehrsmitteln wollte ich nicht meine komplette 25kg schwere Golftasche mitschleppen. So genug geheult, heute musste ich aufs Wasser. Mit der letzten Erinnerung an die unglaubliche Kite-Erfahrung am Ningaloo Reef / Australien im Kopf machte ich mich auf einem geborgten Minifahrrad gegen 09:00 Uhr zum einzig möglichen Spot auf. Da der Strand mit Korallen übersäht war, blieb für mich nur abzuwarten, bis die eintretende Ebbe einen schmalen Bereich zum Aufbauen freilegte. Gegen 10:30 Uhr war es dann soweit, der Wind frischte langsam auf und ich startete meinen geliebten 12er alleine. Der Bereich bis zur Riffkante bot Flachwasserbedingungen vom feinsten aber nach dem Riffbreak war nur noch Kabbelwasser angesagt. Wegen der starken Strömung blieb mir nichts anderes übrig als weiter draußen genug Höhe zu laufen, um zurück zu kommen. Dafür war auf der Rücktour zum Strand spiegelglattes Wasser und ein Big-Air nach dem anderen bot sich förmlich an. Der Spot ist definitiv kein Kindergeburtstag und forderte meine permanente Aufmerksamkeit. Ich machte zudem noch eine etwas weitere Tour zur nächst gelegenen Insel Gili Meno und weiter draußen lief ein relativ hoher Swell. Nachdem das Wasser über dem Riff nur noch Knöcheltief war und ich mir nach einem mißglückten Sprung schon mein Schienbein an den Korallen aufgeschrabbt hatte, ging es nach insgesamt 3½ Stunden wieder zurück an den Strand. Steffi wartete schon auf mich und so rollerten wir später gemeinsam mein Kitezeug auf dem Minifahrrad nach Hause.

 

 

 

Bei diesen widrigen Bedingungen hatte ich mich völlig verausgabt und manchmal würde ich mir alle meine Kitefreunde herwünschen. Ein Gruß an dieser Stelle an das www.Kiteam.com daheim...ich denke oft an Euch und gerade in Zeiten des traditionellen Dänemarkurlaubs.

 

 

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