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unsere Route ...

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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La Habana - die Perle

Datum: 
24. Januar 2009

Diese Metropole ist einfach unglaublich. Alles begann mit unserer Busfahrt mit dem 400er von Guanabo nach La Habana für ungeschlagene 40 centavos moneda nacional, pro Tour und pro Person (ca. 0,20 € ). Eine Busfahrt, wie sie authentischer nicht sein könnte. Frage: Wieviele Menschen passen in einen Bus? Egal. Nach einer Stunde waren wir in Havanna Central angekommen, sind ausgestiegen und haben erstmal die Aussicht genossen. Unglaublich...mehr ist uns dazu einfach nicht eingefallen...Es lief uns beiden ein Schauer über den Rücken, so schön war es. Eine Mischung aus morbidem, architektonischem Charme, beindruckendem, kolonialem Baustil, Pferdekutschen, Chevrolets (1950-1953) und das geschäftige Treiben der Kubaner. Der Lärm einer normalen Großstadt natürlich inbegriffen. Man spürte förmlich den Glanz alter Tage und die geschichtsträchtige Vergangenheit dieser bedeutenden Stadt. Anfangs waren wir ein wenig orientierungslos, und das haben wohl auch die „Habaneros“ gespürt.

Vor einem Kino fiel mir plötzlich ein kleines Mädchen um den Hals und wollte vor meiner Kamera posieren. Die Mutter war an ihrer Seite. Sie bat mich – wie ich verstand – Milch zu kaufen. Also bin ich zu Nico in den kleinen Laden, in dem er ohnehin Getränke für uns kaufen wollte und bat ihn daraufhin, „ un leche“ für die Beiden zu kaufen. Diese ließen sich es nicht nehmen, prompt in den Laden zu gehen und die Sache der Bestellung selbst in die Hand zu nehmen. Nun wurde auch Senor Nico geküsst und umarmt wie ich schon mehrmals zuvor. Als wir die Rechnung sahen trauten wir unseren Augen nicht. Die mittellose Senora hatte gleich 5 große Tüten Milchpulver für ihre Kleinkinder bestellt und die Rechnung betrug knapp 20 CUC. Gelähmt vor Schock bat Nico die Verkäuferin zumindest 2 Tüten aus der Rechnung zu nehmen. Zwar waren die Beiden überglücklich – und sie waren wirklich von der Armut gezeichnet – doch unser Budget wurde in wenigen Minuten sehr geschröpft. Dennoch fühlten wir uns nicht schlecht dabei und beschlossen von nun an, in jedem Land „eine gute Tat zu vollbringen“.

Unsere Wanderung durch Havanna führte uns entlang des „Prado“ mit vielen Straßenkünstlern und schattigen Plätzchen hin zum legendären „Malecon“ und wieder zurück durch verspielte Gassen in Richtung Zentrum Habana Vieja (Altstadt).

Vorbei an dem beeindruckendem Capitolio Nacional mit seinem riesigem Vorplatz und der „Plaza de la Revolucion“ mit der eindrucksvollen Statue des Nationalhelden „Jose Marti“.

 

Unser Durst führte uns ein wenig später in einen mercado. Als wir die Käsetheke streiften staunten wir nicht schlecht, denn es gab Alt Mecklenburger Gouda, made in Wismar. Ein Stückchen Heimat - herrlich. Nach einer kulinarischen Stärkung folgten wir dann dem Boulevard „Obispo“, in dem ein buntes Treiben herrschte. Der Obispo mündete fast in den Malecon – diesmal jedoch in die entgegengesetzte Richtung – dem Hafen.

Unser Blick fiel sofort auf die überdimensionale Christusstatue, von der es nach unserer Kenntnis nur drei weltweilt gibt (die weiteren stehen in Rio de Janeiro u. Lissabon). Wir konnten erahnen, wie es sich hier zu Seefahrer- und Piratenzeiten abgespielt haben muss...Zurück in Richtung Zenrum, um den Heimweg anzutreten, verzauberten uns noch schönere Gassen, Kirchen und andere Prachtbauten.

Das Leben spielt sich hier auf der Straße ab und es ist absolut authentisch. ...das war nicht der letzte Besuch...

 

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