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unsere Route ...

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Lao Superstars

Datum: 
16. Dezember 2009

Der Wecker klingelte heute besonders früh, um genau zu sein um 05.00 Uhr. Der tägliche Bettelgang der Mönche lockte uns aus den Federn und so begaben wir uns im Morgengrauen auf die schon recht belebten Straßen Luang Prabangs. Überall am Wegesrand saßen Frauen und Kinder mit ihren Almosen, um sie den später vorbei ziehenden Mönchen zu übergeben. Das eine oder andere Tuk Tuk fuhr an uns vorbei und die Kamerablitze verrieten uns, dass weitere Touristen dem Schauspiel beiwohnen wollten. Wir liefen in Richtung Stadtmitte und wurden dabei von einigen Frauen angesprochen, ob wir Reis oder Früchte für die Mönche kaufen wollen. Wir lehnten dankend ab, da wir im Vorfeld gelesen haben, dass dadurch vielleicht künftig mehr Reis an Touristen verkauft als an die Mönche übergeben würde. Dann hätte es nichts mehr mit „feed the monks“ zu tun, sondern mit „feed the tourists“. Überhaupt war es schon eine eigenartige Atmosphäre mit der Kamera bestückt neben anderen „mönchshungrigen“ Touris auf die in safranfarben gekleideten Tempelbrüder zu warten. Während des Wartens schossen uns Gedanken durch den Kopf, was um Himmels Willen wir hier eigentlich machen.

 

Wir wurden plötzlich aus unseren Gedanken gerissen, da die Mönche wie aus dem Nichts hintereinander wandelnd auftauchten. Trotz der Dunkelheit leuchteten ihre orange- und safranfarbenen Kutten schon von Weitem. Sie trugen allesamt dickbauchige, silberne Gefäße, in die sie nach und nach die Almosen hineingaben. Was muss wohl auch in ihnen vorgehen, dass fotowütige Westler etliche Male auf ihren Kameras abdrückten und sie dabei in ein nicht enden wollendes Blitzlicht einhüllten?

Es kam uns vor wie im Zoo und irgendwie hat all das auch nichts mit Respekt vor der Religion zu tun. Es hinterließ einen bitteren Beigeschmack und wir zwei mittendrin...Mittlerweile völlig durchgefroren zog es uns in ein lauschiges Frühstücksplätzchen, denn kein Laote ist bislang auf die Geschäftsidee eines mobilen Kaffee- und Brötchenstandes gekommen mit einem großen Schild auf dem stehen könnte: „feed the tourists“. So stärkten wir uns bei Kaffee und Baguette für unseren bevorstehenden Abflug.

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