Natürlich ist das Wiedersehen mit den Eltern einmalig und daher kaum in Worte zu fassen. Ein Jahr ist eben doch sehr lang. Es tut gut, sich von ihnen verwöhnen zu lassen, zu erzählen, spazieren zu gehen und vor allen Dingen sich mit den Leibgerichten bekochen zu lassen. Nun können wir uns auf all die Dinge stürzen, die wir während der Reise entbehren mussten. Nico hat beispielsweise eine ganze Leberwurst (pur) gegessen, weil er so einen Heißhunger darauf hatte und Neujahr mussten die Rouladen warten, da ich mir ein ganz einfaches Senfei gewünscht hatte. Und es gibt endlich Quark, denn selbst in Neuseeland und Australien, wo wir so viele Kühe sahen, gab es ihn nicht. Kaum vorstellbar aber wahr. So löffeln wir Kräuterquark und genießen all die anderen Köstlichkeiten.

Der erste Besuch in einem deutschen Supermarkt hinterließ auf unseren Gesichtern nur ein Staunen. Kopfschüttelnd passierten wir die acht Meter lange Wursttheke und ließen uns durch den Markt treiben. Wahrscheinlich reagieren wir jetzt auch ein bisschen über aber die schiere Flut der Produkte hat uns ehrlich umgehauen.


Natürlich gibt es in Neuseeland oder Australien ähnliche Supermärkte aber die letzten Monate verbrachten wir nun mal in Asien und nach Aufschnitt oder Käse brauchte man da nicht zu fragen. Wir ließen uns gerne mit deutscher Hausmannskost verwöhnen und schaufelten Kartoffeln, Fleisch und Soße in uns rein. Über den Kaloriengehalt machten wir uns erstmal keine Gedanken und veranstalteten das große Fressen. Wir sind zwar um die Welt geflogen, haben viele Kulturen und Gerichte kennengelernt aber im Endeffekt sind wir am Esstisch deutsch geblieben.
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