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unsere Route ...

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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In letzter Minute

Datum: 
30. November 2009

Und wiedereinmal hieß es Sachen packen, das letzte Frühstück geniessen, Rechnung bezahlen, Abschied nehmen und in ein neues Abenteuer starten. Es sollte für uns nach über 10 Monaten des Reisens eigentlich kein Problem mehr sein aber so abgehärtet sind wir dann doch nicht geworden. Zumal dieser Ort mit seiner entspannten, familiären Atmosphäre und der liebevoll gepflegten Anlage einen die Zeit vergessen ließ. So verabschiedeten wir uns wehmütig von dem kleinen Paradies mit unseren Tickets in der Tasche und konnten noch gar nicht glauben, am Abend in Vientiane/Laos zu landen. Um 11:00 Uhr sollte unsere Fähre am Pier von  Thongsala ablegen und ich ließ unsere Tickets am Schalter noch einmal rückbestätigen. Die nette Dame hinter dem ungefähr 10x10cm großen Guckloch sagte mir jedoch, wir hätten für den Transfer zum Flughafen zu zahlen. Hatten wir nicht das Rundum-sorglos-Paket gebucht und alles schon bezahlt? Nach einigem hin und her rief sie die Reiseagentur an und drückte mir ihr Handy ans Ohr. Es stellte sich heraus, dass sie uns das falsche Fährticket ausgestellt hatten. Mittlerweile war es 10:50 Uhr und wir mussten dieses Boot erreichen, da wir sonst unseren Flug verpasst hätten. Die Agentur schickte sofort jemanden mit dem Moped vorbei und klärte das Durcheinander auf. 10:57 Uhr hielt ich zwei Tickets+Aufkleber einer anderen Fährgesellschaft in den Händen und rannte so schnell mich meine Flip Flops tragen konnten zurück zum Anleger. Im Laufschritt gab ich Steffi wild gestikulierend zu verstehen, zum anderen Boot zu laufen. Wir schafften es noch gerade rechtzeitig und völlig verschwitzt und außer Atem legten wir pünktlich mit dem Katamaran ab. Ich glaube, ich sollte nach unserer Rückkehr mal an meiner Kondition arbeiten.   

 

Nach einer halben Stunde und ruhiger See legten wir in Koh Samui an und fuhren mit dem kostenlosen Transferbus zum Inselflughafen. Und das war ohne Übertreibung mit Abstand der entspannteste Flughafen auf unserer Reise. Nicht einer dieser auf Nordpoltemperatur runter gekühlten Bahnhofshallen mit dem Charme einer Mitropagastätte, nein, alles war offen und wurde mit Geschmack und liebe zum Detail eingerichtet. Die drei Stunden Wartezeit bis zu unserem Abflug verbrachten wir in dieser Wohnzimmeratmosphäre lesend auf einer der Couchen.

 

In Bangkok holte uns dann wieder die Hektik und Unübersichtlichkeit des riesigen Suvarnabhumi Airports ein. Drei Etagen, gläserne Fahrstühle, tausende Rolltreppen und Gänge in alle Himmelsrichtungen. Die Menschen wuselten einem Ameisenhaufen gleich durcheinander und für uns ist es immer wieder erstaunlich, wie viele Leute eigentlich fliegen. Nach gefühlten drei Kilometern und zweimaligem Verirren erreichten wir endlich den Schalter von Lao Aviation, um unsere Boardingpässe für den Flug nach Vientiane/Laos in Empfang zu nehmen. Die Zeit reichte auch gerade so aus, um das Gate D18a zu erreichen. Auf dem Weg dorthin wurden wir dreimal komplett durchleuchtet und Sicherheit hin oder her, einmal reicht auch. 

1½ Stunden später in Laos angekommen mussten wir drei Formulare ausfüllen und 30 US$ pro Person für das Visum abdrücken. Wir hatten uns zuvor in diversen Reiseführern und im Internet schlau gemacht und jeder schrieb etwas von 20 US$ und zwei Passfotos. Eigenartigerweise wurde auch noch ein Unterschied zwischen einzelnen Nationalitäten gemacht. Der ebenfalls mit uns eingereiste Holländer hatte z.B. 35 US$ zu zahlen. Manche Dinge muss man nicht verstehen und wir beglichen die fehlenden Dollars mit unseren restlichen thailändischen Baht, mussten auch nur ein Foto abgeben und konnten nun 30 Tage in Laos bleiben. 

Nach Verlassen des Flughafens waren wir ein wenig irritiert, denn in jedem anderen asiatischen Land waren wir normalerweise von einem quirligen Leben umgeben. Wir wurden nicht pausenlos angesprochen, ob wir ein Taxi oder Guesthouse bräuchten. Es kann auch nicht an der Uhrzeit gelegen haben, denn es war ja gerademal 20:30 Uhr. Diese Gelassenheit gefiel uns und nichts ist schlimmer, als sich nach einem ganzen Tag Anreise mit diversen Transportmitteln am Zielort pausenlos voll quatschen zu lassen. So organisierten wir uns selbst ein Taxi und fuhren zu der einzigen Adresse, die wir in Bangkok auf die Schnelle im Internet gefunden hatten. Leider war das „Syri Guesthouse“ voll belegt aber unser Taxifahrer kannte noch eine andere Unterkunft in der Nähe. Sie hatten auch tatsächlich noch ein Zimmer frei, zugegebener Maßen nicht in unserer Preiskategorie (34 US$), aber das war uns für heute egal. Wir sind endlich in Vientiane, der Hauptstadt von Laos, angekommen.

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