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„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Malo e lelei Tonga

Datum: 
12. Juni 2009

Heute verlief der Flug abgesehen von ein paar Turbulenzen reibungslos und am frühen Morgen sind wir in Tongatapu von unserem Resortbesitzer Dan abgeholt worden.

 

 

Völlig erschöpft konnten wir jedoch einen ersten kurzen Einblick in das für uns fremde Land erhalten als wir gemütlich bei 40 km/h zum Hataafu Beach fuhren. Es ist immer wieder erstaunlich, was einem zuerst in die Sinne kommt, wenn man ein neues Land betritt und ganz besonders in der Südsee. Die exotischen, freundlichen Tonganer fielen zuerst auf, dann die warme feuchte Luft, die vielen exotischen Pflanzen, die Architektur und zuguter letzt die süßen bis würzigen Gerüche, die unsere Nasen betörten.

 

 

 

Unsere kleine Strandhütte liegt eingebettet in einem wunderschönen Garten mit Meerblick. Unter'm Moskitonetzhimmel konnten wir uns im Merresrauschen in den Schlaf wiegen und von den Strapazen der letzten beiden Tage erholen. Dan hatte uns für den Abend empfohlen, am polynesischen Abend im benachbarten Liku'aalofa Beachresort teilzunehmen, da das hiesige Restaurant freitags geschlossen bleibt. Eigentlich waren wir nicht in Stimmung, aber der Hunger trieb uns schließlich hin.

 

 

Trotz unserer Bedenken hat uns der Abend richtig gut gefallen. Es war gleichzeitig eine tonganische Geburtstagsfeier für die 21jährige Rosana und demzufolge war für Stimmung gesorgt. Da wir den ganzen Tag nichts Ordentliches gegessen hatten, war unser Fokus natürlich auf das Bufett gerichtet. So ließen wir uns nicht zweimal auffordern, die polynesischen Köstlichkeiten zu probieren und fanden uns gleich hinter noch hungrigeren Chinesen wieder. Von Salaten, über in Kokosmilch eingelegten rohen Fisch, diverse Wurzeln, fritierten Bananenchips, Currys bis hin zum knusprig, gebratenen Schwein konnten wir so richtig zulangen und unseren Hunger stillen.

 

Das Showprogramm war wirklich allererster Klasse und dauerte knapp 2 Stunden. In traditionellen Kostümen und mit Kokusfett eingerieben (angeblich ein Zeichen für Jungfreulichkeit...) führten junge, charismatische Tonganer und Tonganerinnen ihre Tänze und Darbietungen mit Leidenschaft auf. Wir nennen die Herren ausnahmsweise an erster Stelle, denn sie haben wirklich eingeheizt, während die Mädels nur selten ihre Hüften schwangen, sondern eher auf Knien ihre Handbewegungen vorführten. Alles in allem war es ein gelungener Abend. Die Geburtstagsgesellschaft ging zum Ende hin so richtig ab und tanzte auf der Bühne mit. Es wirkte so authentisch lebendig und fröhlich und wir hatten einen Einblick, wie Tonganer feiern.

 

 

 

Zur späteren Stunde gesellte sich noch Christina, die Managerin des Resorts, zu uns und der Abend wurde zur Nacht und wieder einmal waren wir die letzten Gäste. Es war ein außergewöhnlich interessantes Gespräch mit einer noch interessanteren Kanadierin, die in Österreich Hotelwesen studiert hat und schließlich schon auf der halben Welt Hotels gemanagt hat. Wir haben eine interessante Lebensgeschichte in Kurzfassung auf deutsch gehört, die sie derzeit auch in einem Buch verewigen wird und sie war froh, mal wieder deutsch sprechen zu können. Mitten in der Nacht fuhr uns der Hotelbesitzer noch höchst persönlich nach Hause, obwohl wir die paar Meter auch am Strand zurückspaziert wären, doch eine Ablehnung hätte er nicht gedulded.

 

 

Malo e lelei Tonga! So spannend kann es weitergehen...

 

reiseberichtvorschaubild: 
Grüße nach Tonga

Grüße nach Tonga. Hoffe euch gehts da richtig gut. Beneide euch ein bißchen. Schließlich friere ich mir hier in Neuseeland Körperteile ab und das im angeblich wärmsten Ort aus der Insel Kaitaia. Also genießt die Sonne. 

Posted by Kai (nicht überprüft) on 22. Juni 2009 - 3:27