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„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Mission impossible

Datum: 
4. Mai 2009

Nachdem wir eine Nacht in Takaka, an der Golden Bay, am Strand verbracht hatten und den frühen Morgen mit einem Strandspaziergang und leckerem Frühstück begonnen haben, hat sich unverhoffter Besuch mitten in der Pampa „angemeldet“. Ein weißer Wagen kam vorgefahren und ein seltsam gekleideter Mann kam direkt auf uns zu. Er war mit diversen „Watchtower“-Flyern und dem Neuen Testament bestückt. Uns war sogleich klar, dass hier ein Zeuge Jehovas in Missionarstätigkeit unterwegs war. Er fragte uns in seiner säuselnden, geradezu künstlichen Stimme, wie wir auf diesen schönen Ort gestoßen seien und begann im Anschluss, seine wohl üblichen Phrasen aufzusagen. Wir begriffen schnell und würgten den Herrn ein wenig ab, indem wir ihm mitteilten, dass wir diese Sekte aus Deutschland kennen, jedoch nicht daran interessiert wären. Wir begäben uns lieber auf unseren eigenen Pfad der Erleuchtung und unsere Bibel ist der „Lonely Planet“. Er teilte uns noch mit, dass er letztens an diesem Ort gleich 10 Vans stehen sah. Wer weiß, wieviele Backpacker er tatsächlich „überzeugen“ konnte. Als er einsah, keine neuen Schäfchen gefunden zu haben, verabschiedete er sich und setzte seine Mission vermutlich fort. Wir waren erstaunt, so etwas hier im dünn besiedelten Neuseeland zu erleben. Aber nun wissen wir, Zeugen gibt es überall.

 

 

Wir genossen den herrlichen Vormittag ohne weiteren Besuch und machten uns mittags auf nach Takaka. Komischerweise hatten wir beide die gleiche Schnapsidee und landeten schließlich bei „Hammer Hardware“. Mit einer Art Dremel in unseren Händen verließen wir in froher Erwartung einer eigenen, professionellen Pauamuschelbearbeitung freudestrahlend den kleinen Baumarkt. Im benachbarten Ort Onekaka, zugegebenermaßen schon eigenartig klingende Ortsnamen, quartierten wir uns auf einem Campingplatz ein. Wir schliffen und frästen stundenlang aber der erhoffte, schnelle Erfolg blieb aus. Die Idee, ein Muster in die Außenschale einzuarbeiiten, klang einfach aber die Kruste wehrte sich mit Hartnäckigkeit gegen unsere Bearbeitung. Es ging quasi im Schneckentempo voran und nach 2½ Stunden versagte auch noch die Technik. Das war es dann mit unserer Paua-Mission und wir ließen es vorerst sein.

 

 

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