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„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Piopiotahi, „viele Öffnungen in Einem“

Datum: 
23. April 2009

Die letzten zwei Tage verbrachten wir in Te Anau, einem netten, idylischen Ort am gleichnamigen See. Wir ließen einfach mal Fünfe gerade sein und machten gar nichts. Die Erlebnisse mussten erstmal verarbeitet werden und die Vorzüge einer richtigen Küche, einer weichen Matratze, heißen Dusche und Internetzugang sind auch nicht von der Hand zu weisen.

 

 

Mit vollem Tank brachen wir gegen 11:00 Uhr Richtung Milford Sound auf. Auf der Fahrt jagte ein Fotomotiv das nächste und das unglaubliche Panorama zog uns in seinen Bann. Die Fotos von den Mirror Lakes um 180° gedreht ergeben eine nette optische Täuschung und man fragt sich, „...was ist nun oben und was unten?“

 

 

Nach dem Homer Tunnel eröffnete sich uns einer der schönsten Anblicke unserer bisherigen Reise. Der Fjord mit seinen zu beiden Seiten majestetisch aufstrebenden Bergflanken und dem charakteristischen Mitre Peak ließen uns einen Moment innehalten. Die Straße schlängelte sich durch dichten Wald aus Bäumen und Riesenfarn bis zur Bucht des Milford Sounds. Wir buchten die letzte Tagesfahrt mit der Fähre und fuhren durch den gesamten Fjord bis zur Mündung. Rechts und links von uns fielen Wasserfälle aus über 100 Metern Höhe in den Sound, die Berge waren überzogen mit sattem Grün und das ewige Eis der Gletscher leuchtete in weißbläulichen Farbtönen. Diese reizvolle Landschaft lässt sich schwer in Worte fassen und wir lassen lieber die Bilder sprechen.

 

 

Nach 1½ Stunden machten wir wieder am Bootsanleger fest und genossen auf dem Weg zum Parkplatz die Stille, welche sich langsam über den Milford Sound legte.

 

 

TU-TE-RAKI-WHANOA

Dem Maori-Halbgott Tu-te-raki-whanoa wurde einst die Aufgabe erteilt, die zerklüftete südwestliche Ecke von Te Rua-o-te-moko, oder auch Fjordland, zu gestalten. Während er einen aus alter Zeit stammenden Karakia (Gesang) wiederholte, benutzte Tu-te-raki-whanoa seinen Ko (Grabstock), um in die große Mauer zu meißeln. Sich von Süden nach Norden bewegend, vollendete er sein Werk und schuf die steilen, klar geschnittenen Flanken des Piopiotahi, oder auch Milford Sound.“

 

Piopiotahi, „viele Öffnungen in Einem“, ist das Maori Wort für Milford Sound.“

 

(Quelle: Touristeninformation Milford Sound)

 

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