Zimmer räumen, Rucksack packen und wiedermal Abschied nehmen. Mit einem Mini-Van ging es heute weiter nördlich nach Luang Prabang. Wir hatten uns für die „Deluxe“ Variante entschieden aber bei den Straßenverhältnissen und Serpentinen hätte es keinen Unterschied zum normalen Bus gemacht. Wir verbrachten sechs Stunden auf der hinteren Sitzbank und wurden so richtig durchgeschüttelt. Das am Fenster vorbei ziehende Panorama war einmalig, doch unser Fahrer hatte wohl eine Wette mit den anderen Busen zu laufen. Wer ist als Erster da? Wir donnerten mit Höchstgeschwindigkeit durch die Berge, schnitten die Kurven und überholten wie der Teufel. Völlig durchgerüttelt, mit steifem Nacken und mind. drei grauen Haaren mehr erreichten wir Luang Prabang. Planlos wie immer ließen wir uns wieder auf einen Guesthousebesitzer am Busbahnhof ein und er führte uns zu seiner Bleibe. Es war alles etwas teurer als in Vang Vieng aber das Zimmer und vor allen Dingen die Matratze sahen sauber aus und so mieteten wir uns für die nächsten Tage ein.


Was wir nicht wissen konnten und was uns der Besitzer wohlweißlich verschwiegen hatte, wir lagen genau in der Einflugschneise des Flughafens. Deswegen der günstige Preis. Aber egal, die Flieger gehen nur tagsüber und der erste morgens um acht. Wir machten einen Stadtrundgang und der Hunger trieb uns in irgendein Restaurant. Ich war ganz mutig und habe mir Laap (laotisches Nationalgericht) bestellt. Es war schrecklich und der Koch hatte wohl einen schlechten Tag. An alle Koriander Freunde, ich kann dieses Gewürz nicht ausstehen und das komplette Essen war damit durchmischt. Steffi hatte sich in weiser Voraussicht eine Pizza bestellt und das tat ich auch nach einem Bissen vom Laap. Danach schlenderten wir noch über den Nachtmarkt und fielen nur noch müde ins Bett.


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