Seit mehr als 4 Wochen sind wir nun bereits auf Erkundungstour der wundervollen Südinsel und haben so viele schöne Sachen erleben dürfen. Ein Höhepunkt jagte förmlich den Nächsten und wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Es schien daher an der Zeit, einen Zufluchtsort der Ruhe zu finden und einfach mal gar nichts zu machen. Das Erlebte sacken zu lassen und neue Kraft zu schöpfen.

Das „Paradiso“ mit seinem Spa Bereich und der netten deutschen Aushilfskraft an der Rezeption hat uns sofort zugesagt. Es grenzt sich von anderen Hostels dadurch ab, dass Spa, Frühstück und vegetarische Suppe am Abend kostenlos sind. Für Leute, die länger Party machen wollen steht im Garten ein ausrangierter Bus zur Verfügung. So sind wohl die zwei Fragen: „Warst Du in der Sauna und hast Du ein Bier im Bus getrunken?“ über die Stadtgrenzen Nelsons hinaus bekannt. Es ist für uns himmlisch, mal wieder in einem abgeschlossenen, warmen Raum, erholsamen Schlaf zu finden, in einer gut ausgestatteten Küche zu köcheln, im Spa Bereich zu relaxen oder einfach auf einer Couch rumzufleetzen und fernzusehen. In der warmen Nachmittagssonne ein Käffchen auf der riesigen Pool-Terrasse schlürfen und dem plätschernden Wasser zu lauschen, das eine zusätzliche, beruhigende Wirkung auf uns ausübt. Einfach herrlich und schon kommen uns Gedanken in den Sinn, eine erschwingliche Südseeinsel anzusteuern, um dort vor dem nächsten großen Kapitel „Australien“ eine Pause vom Reisen einzulegen. Das hört sich bestimmt komisch an, aber es ist tatsächlich auch ein wenig anstrengend zu reisen. Doch vorher wollen wir natürlich noch den Norden unsicher machen, der sicherlich auch nicht mit seinen Reizen geizt.


Die kleine Auszeit in Nelson haben wir ebenso genutzt, um „Paikea“ in die Werkstatt zu bringen. Schon das fünfte Mal in knapp 4 Wochen, aber es war notwendig. Diesmal standen Ölwechsel, Auspuff anschweißen und Heizung reparieren auf der Tagesordnung. Und wie immer verlief alles recht reibungslos und 3 Stunden später konnten wir unser „Baby“ wieder abholen, ohne gleich arm geworden zu sein. Endlich keine kalten Füße und Hände mehr während der Autofahrt. Weiterhin ist Nelson bekannt für den ansässigen Gold- und Silberschmied Jens Hansen, der den Prototyp des Rings für die Ringe Trilogie entwarf. Wir statteten ihm einen Besuch ab und ich probierte natürlich diverse Exemplare der skandinavisch designten Ringe aus 14 karätigem Gold auf. Leider unerschwinglich für uns backpacker, aber Nico kann ja nach der Reise sparen...
Um Euch einen Überblick über unsere bisher zurück gelegte Route zu verschaffen, haben wir sie auf folgender Karte abgebildet.

(Quelle: Google Maps)
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