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unsere Route ...

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Rote Erde

Datum: 
24. August 2009

Unser nächstes Ziel lautete Exmouth, in der Nähe des Cape Range National Parks und des Ningaloo Marine Parks. Vorher mussten wir die Holperstrecke zum Highway Nr. 1 zurückfahren, doch die vielen Tiere hielten uns eine Weile davon ab. Nico wollte eigentlich nur nocheinmal das tosende Meer fotografieren und plöztlich sprangen, in perfektem Rot getarnt, jede Menge Kängurus um ihn herum. Durch Zufall entdeckte er noch einen stattlichen Waran, während ich einen Buckelwal direkt vor der Küste sah. Und wäre das nicht alles schon genug für eine kleine Safari streiften auch noch Emus unseren Weg. Wir kamen uns vor wie in einem Zoo und die Landschaft zog sich nur für uns, zumindest hatten wir das Gefühl, ihren schönsten Sonntagszwirn an.

 

 

Auf der Fahrt säumten riesige, tiefrote Termitenhügel unseren Weg, wahre Metastädte und die Weite der Landschaft mit den typischen Windrädern war atemberaubend. So ging es immer weiter Richtung Norden, das Wetter wurde deutlich besser und die Entfernungen zwischen den Ortschaften immer größer. Es lagen nun um die 230 km zwischen den Tankstellen und die Straße zog sich wie ein gerader Strich durch die Landschaft. Man muss sich mal diese Entfernungen vorstellen, auf einer Strecke von Wismar nach Berlin wäre einfach nichts weiter als rote Erde, Termitenhügel, Kängurus und Emus. Wir können nur erahnen, wie es wohl noch weiter nördlich und im Landesinneren aussehen mag. Bei unseren häufigen Fotostops war es ein Wunder, dass wir Exmouth nach über 450 km Fahrt noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichten.

 

 

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