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„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Rote Hüte und Bikinis

Datum: 
3. März 2009

Am Dienstagvormittag besuchten wir das nächstgelegene Internetcafé und sicherten sämtliche Daten auf einer DVD in zweifacher Ausführung. Im Anschluss ging es mit unserem Moped Richtung Playa Anakena, einer wundervollen Badebucht, wie aus dem Bilderbuch. Unsere „Hostelmutter“ Teresa versicherte uns nach dem gestrigen Platzregen, dass das Wetter super wird und wir unbedingt Sonnencreme einstecken sollen. Sie sollte Recht behalten und es wurde ein fantastischer Tag mit super Wetter und bestem Licht zum Fotografieren. Am Playa Anakena reihen sich die Moais, diesmal mit modischen roten Hüten, elegant auf einem Plateau aneinander.

 

 

Die gesamte Osterinsel ist vulkanischen Ursprungs und hat bis auf drei kleine Badebuchten eine schroffe Küste aus schwarzem Lavagestein. Es bot sich ein für uns unbeschreiblicher Anblick: Die Moais im Hintergrund mit ihren lustigen Hüten, gesäumt von Palmen und der Bilderbuchbadebucht im Vordergrund. Wir nutzten den Aufenthalt am Strand, um ein wenig zu entspannen und das -  Mana - der Moais in uns aufzusaugen.

 

 

Es war unglaublich, wie sauber die Wellen in der Bucht brachen. Sie rollten in perfekten Lines rein und brachen sich kurz vor dem Strand. Zum Surfen eigneten sie sich nicht aber es war herrlich, sich einfach mit Badeklamotten rein zu schmeißen. Der Pazifik hatte im seichten Wasser ungefähr 25° C und wir kamen uns vor wie in einer riesigen Badewanne mit Wellenbad.

 

 

Ich wollte unbedingt den „Nabel der Welt” finden, doch leider haben wir ihn auf unserer anschließenden Mopedtour trotz langer Suche nicht entdeckt. Umgeben vom Ozean, der weiten Ferne und der Isolation ist es kein Wunder, dass die Rapa Nui irgenwann in ihrer Insel „Te Pito o te Henua“ sahen, den „Nabel der Welt“: Es war wie zu Ostern, wir suchten zwischen Lavagestein und im kniehohen Gras, nur das Ei blieb verschollen. Im Prinzip liefen wir ja schon direkt auf dem Nabel herum aber der ovale Stein wollte sich uns einfach nicht zeigen. Für heute hatten wir eh schon genug gutes Mana gesammelt und so machten wir uns auf den Rückweg.

 

Wir wurden mit einem fantastischen Sonnenuntergang bei Ahu Tahai belohnt und nutzten das besondere Licht, um den Zauber der Moais noch besser einzufangen. Und wieder einmal stand unsere kleine Knipse nicht still. Diesen atemberaubenden, wunderschönen Anblick halten wir in unserem Herzen fest und kein Foto könnte diesen Moment jemals wiedergeben. Am Abend fanden wir uns wieder im Kanahau ein und saßen dort bei einem Glas Wein und ließen den Tag Revue passieren. Schade, dass wir unseren Aufenthalt auf dieser mystischen, einmaligen Insel nicht verlängern konnten und morgen schon abreisen müssen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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