In der Nähe von Bushy Beach haben wir einfach am Wegesrand zum schlafen gehalten und nach dem Frühstück pünktlich zum Zähneputzen, wo man nicht wirklich gut reden kann, hat uns der Bauer angesprochen. Wohin wir reisen, wollte er wissen und wie uns Neuseeland gefällt. Dann bat er uns, keinen Müll zu hinterlassen und wünschte uns noch einen schönen Tag. Wir dachten zuerst, er wollte uns eine Standpauke erteilen, was wir auf seinem Grundstück machten, aber nein die Kiwis sind wirklich ausgesprochen entspannt und auf den Tourismus eingestellt. Nachdem wir einen kleinen Steinschlag in der Frontscheibe beheben lassen hatten, wollten wir uns auf zu den bekannten Moeraki Boulders und den yellow eyed penguins machen. Dazu bräuchten wir aber auch eine Kamera, denn so nah würden wir die keinen Vögel nach ihrer Jagd im Ozean nicht sehen können. Gesagt, getan kauften wir dann schnell eine ordentliche Kamera mit zwölffach optischem Zoom und sonstigen Rafinessen, um die Schönheit des Landes noch besser einfangen zu können. Bestens ausgestattet ging es dann zu den riesigen Steinen, die aussahen wie von Menschenhand geschaffen. Eine atemberaubende Kulisse...



Pünktlich gegen 16 Uhr trafen wir erneut in Bushy Beach ein, um die Pinguine zubeobachten, wie sie kurz vor Sonnenuntergang aus dem Meer tapsen, um ihre Jungen mit Futter zu versorgen. Es dauerte einige Zeit, bis der erste aus dem Ozean watschelte.


Das war ein geniales Naturschauspiel - einfach unbeschreiblich schön und viel beeindruckender als in jedem Zoo. Wir wussten vorher gar nicht, dass Pinguine täglich bis zu 40 Kilometer vor der Küste und in bis zu 120 Metern nach Fischen jagen. Einen ganz schön anstrengenden Tag haben die kleinen Vögel zu bewältigen, aber was tun auch Pinguine nicht alles für's Futter...


Noch ganz im Glückstaumel fuhren wir nach Herbert Forest, auf einen niedlichen kleinen Campingplatz, der vor Jahren den Waldarbeitern zur Erholung diente und nun uns nach einem erlebnisreichen Tag. Wir hatten den Wald fast für uns allein und teilten ihn nur mit dem Dammwild, deren Laute unüberhörbar waren...


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