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unsere Route ...

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Schwamm drüber

Datum: 
18. Januar 2009

Nach einem leckeren ersten, eigenem zubereiteten Frühstück am folgenden Tag haben wir in einem 4 stündigen Spaziergang die Bucht von Guanabo erkundet.

Eigentlich wollten wir einen Schwamm zum abwaschen kaufen, doch der Strand war vorerst interessanter. An unserem Weg entlang standen einige Bauruinen, die entweder nie fertig gestellt wurden, oder aber dem Wetter und der nicht ausreichenden Statik zum Opfer fielen. Es scheint sich auch niemand daran zu stören, die Stahlbetonskelette werden einfach stehen gelassen. Am Ende unseres Spaziergangs haben uns herrliche Dünen und eine kleine Flussmündung im Meer für unsere Ausdauer belohnt.

Dann begann die schon angekündigte Suche nach einem Schwamm. Vier Supermärkte haben wir durchforstet, bis wir endlich einen normalen Badeschwamm fanden. Zufrieden mit diesem Erfolgserlebnis machten wir uns auf den Heimweg. Wunderschöne, uralte Chevis aus den 50er Jahren, tolle Salsaklänge, Pferdekutschen, eine kubanische Schulhofpause und die allgegenwärtige Gelassenheit der Kubaner begleiteten uns auf dem Heimweg.

Aber auch an eine unwahrscheinlich hohe Polizeipräsenz und gefährliche Gehwege mit Schlaglöchern müssen wir uns gewöhnen. Zuhause angekommen waren wir überrascht, dass die nette Putzfrau der casa den großen Abwasch bereits für uns erledigt hatte...also der Schwamm fürs nächste mal und ein gracias an die Senora...

Im Dunkeln ist gut munkeln
 
Am Abend verschlechterte sich das Wetter zusehends. Es kam ein Sturm auf und neben Regen und einer heftigen Meeresbrandung fiel sogar der Strom für etliche Stunden aus. Zum Glück haben wir unsere Stirnlampen dabei, die Renaldo sehr amüsierten als er uns zum bestellten Abendessen abholte...el practico...Er hatte uns einen Tag zuvor gefragt, ob wir Lust auf ein typisches, kubanisches Abendessen hätten und wir haben zugesagt. So saßen wir dann im Wohnzimmer des Hauses mit unseren Stirnlampen auf dem Kopf und aßen Fisch, Langusten, Risotto, Salat, Brot, frische Kartoffelchips und Obst. Es war nett zubereitet, geschmacklich betrachtet jedoch sehr gewöhnungsbedürftig. Auch angesichts des Preises (9 CUC p. P. = 7,70 €) beschlossen wir, die nächsten Tage selbst zu kochen. Wir haben ja nun genügend Vorrat.
 
Unser Tagesrhythmus hat sich schon allmählich angepasst. Wir stehen recht früh auf und gehen vor Mitternacht ins Bett. In der Nacht zum Dienstag wurden wir beide wach. Ich dachte, dass es schon mitten am Tag ist, weil es durch das Bad so hell schien. Ich sagte zu Nico, dass die Uhren stehen geblieben sind und wir aufstehen sollten. Doch Nico beruhigte mich und meinte, dass einfach nur der Strom wieder da sei und statt des Sonnenlichts nur die Badezimmerlampe brannte...na dann buenos noches.
reiseberichtvorschaubild: 
geile schweine!!!

geile schweine!!!

Posted by wolfi (nicht überprüft) on 28. Januar 2009 - 16:34