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„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca

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Tausendundeinwasserfall

Datum: 
29. April 2009

Nach Nicos fulminantem Bungyjump ging es weiter Richtung Westküste mit einem dreitägigen Zwischenstop auf einem Campingplatz in Wanaka. Leider hatte es das Wetter nicht gut mit uns gemeint, denn die meiste Zeit goss es aus wie aus Eimern auf uns und Paikea herab. So sind wir gestern im strömenden Regen zum angesagten Kino dieser beschaulichen Stadt spaziert, das Ihr Euch wie die alten Klubkinos vorstellen müsst. Neben aktuellen Streifen werden hier alle kulinarischen Wünsche vor, während oder nach der Vorstellung erfüllt. Insbesondere Cookieliebhaber dürften hier im wahren Paradiso (so heißt auch das kleine Kino) angekommen sein. Unsere Vorspeise bestand aus Schokokeksen so groß wie Unterteller, schwarz vor Schokolade und mit ganzen Nüssen bestückt. Der Zuckerbedarf von einem Monat wurde gedeckt und so lümmelten wir auf Couchen mit unserem Hauptgang – Pizza - und schauten uns „Slumdog Millionaire“ an, den wir wärmstens empfehlen können!

 

 

Am nächsten Tag hatten wir keine Lust mehr auf Dauerregen und sind nach einem kurzen Frühstück auf der Suche nach Sonne abgerauscht. Auf dem Weg zum Fox Gletscher ging es vorbei an wunderschöner Landschaft, wenn sie nur nicht so verregnet wäre. Wir haben im Auto gefroren wie die Schneider, weil die Heizung immer noch kaputt war und ich bin mit Handschuhen, Mütze und Schal gefahren. Aber alles Schlechte hat ja auch eine gute Seite und Dank der von oben offenen Schleusen sahen wir fantastische Wasserfälle und reißende Flüsse. Die Wassermassen bahnten sich ihren Weg und nicht umsonst existiert hier so eine pflanzliche Artenvielfalt.

 

 

Nach dem tausendsten Wasserfall- und Riesenfarnfoto haben wir es dann irgendwann sein lassen und sind Richtung Küste gefahren. Das Wetter wurde auch endlich besser und so legten wir einen kleinen Zwischenstop in Haast am Strand ein. Wir waren wiedereinmal erstaunt, wie abwechslungsreich Neuseeland ist und wie dramatisch schnell sich sich die Landschaft verändern kann. Eben noch mitten in den Bergen, umgeben von Wasserfällen standen wir nun am Strand und blickten auf Selbige zurück.

 

 

Nach einer kurzen Verschnaufpause und einem aufwärmenden Kaffee fuhren wir weiter zum Fox Gletscher. Alllein schon das Wort Gletscher rief uns schmerzlich die letzten drei kalten Tage in Erinnerung und wir beschlossen uns ein Hostel mit Sauna zu suchen. Wer suchet der findet und so verbrachten wir den Abend tatsächlich schwitzend in einer winzigen Sauna.

 

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