Den letzten Tag unseres Tempelmarathons nutzten wir, um den 38km entfernte Bantaey Srei und das Flussheiligtum Kbal Spean zu besichtigen. Um nach Kbal Spean zu kommen, mussten wir nochmal ca. 12km von Bantaey Srei aus zurücklegen. Von einem Parkplatz ging es weiter zu Fuß über einen 1,5 km langen Bergtrampelpfad durch den Urwald zu der idyllischen Stätte Kbal Spean, den Fluss der 1000 Lingas. In dem kleinen Dschungelfluss entdeckten wir auf dem Grund in Stein gehauene Figuren und religiöse Symbole. Allerdings waren wir von unserer Bergwanderung so verschwitzt, dass wir uns zur Abkühlung erstmal rein setzten. Dieser Ort strahlt eine Atmosphäre von einzigartiger Mystik aus und zeugt mit dieser Abgeschiedenheit von der tief verwurzelten Religiosität der alten Khmer.
Nach unserem 45 minütigen Abstieg fuhren wir zurück und besuchten den Tempel Bantaey Srei. Es zog uns hierher, da er einer der am besten erhaltenen Monumente sein soll und wirklich jeder Winkel mit kunstvollen Steinmetz-Arbeiten verziert wurde. Die in den roten Sandstein gehauene Ornamentik war unheimlich fein gearbeitet und bis ins kleinste Detail ausformuliert.
Unser Tuk Tuk Fahrer war in seinem früheren Leben wohl Rennfahrer, denn wir donnerten mit Höchstgeschwindigkeit zurück nach Siem Reap. Wir ließen die heutigen Eindrücke bei einem kühlen Bier auf der Dachterrasse unseres Guesthouses Revue passieren und genossen den Sonnenuntergang. Wir haben in den letzten Tagen viel gesehen und einen Eindruck von den versunkenen Tempeln von Angkor bekommen. Durch die gnadenlosen Temperaturen war es teilweise recht anstrengend aber eine unheimlich bereichernde Erfahrung. Trotz der Besucherströme üben die Tempel einen faszinierenden Reiz aus und wir können nur hoffen, dass die Anlagen weiterhin so frei zugänglich bleiben. Am Abend bummelten wir noch über den Nachtmarkt und neben T-Shirts und Stoffen fand ein kambodschanischer Tempelgong seinen Weg in unseren Besitz.