Nach unserer ausgiebigen Feierei hatten wir gestern, wie nicht anders zu erwarten war, einen dicken Kopf. Zum Glück hielt es sich in Grenzen, sodass wir völlig rehabilitiert in meinen heutigen 32. Geburtstag starten konnten. Zur Feier des Tages zauberte Steffi uns ein Geburtstagsfrühstück mit unser seit Chile geliebten Avocadocreme und dann ging es auf ein Glas Sekt Richtung Hafen. Segelboote aller Art tummelten sich dort und Auckland machte seinem Namen „City of sails“ alle Ehre.

Ich habe meinen Geburtstag noch nie in einem anderen Land gefeiert und dazu kommt noch der Zeitunterschied von 10 Stunden zu Deutschland, sodass ich meine Geburtstagsanrufe selber machte. Ich meine damit natürlich nicht, dass ich mich selber angerufen und mir gratuliert habe, was sicherlich auch mal lustig wäre, nein, ich rief mit dem letzten Skype-Guthaben meine Familie an und nahm zusätzlich die Geburtstagsglückwünsche von unserer Website und per e-mail entgegen. Vielen Dank nochmal an alle, die an mich gedacht haben und versprochen, nächstes Jahr gibt es eine doppelt so fette Geburtstagsparty. Am Abend köchelten Steffi und ich uns eine leckere französische Kartoffelsuppe und spielten mit Kai ungefähr 6 Stunden Billiard. Bis weit nach Mitternacht ging unser Spiel und das Ergebnis konnte sich sehen lassen: 12:9 für das Geburtstagskind...




Zur Zeit hängen wir mehr oder weniger in Auckland fest, da unser Flug nach Tonga erst am 11.06. geht und wir sicherheitshalber 10 Tage für unseren Autoverkauf eingeplant hatten, der schneller ging als erwartet. Zeit genug also, um sich die Stadt anzuschauen, die vielen Wolkenkratzer, den hypermodernen Hafen und vieles, vieles mehr. Die Stadt ist geprägt durch moderne Architektur und neben Wellington tobt hier der einzig nennenswerte Großstadtdschungel Neuseelands.

Doch wie schon so oft auf unserer Reise durch Neuseeland fehlt hier einfach Geschichte. Alles wirkt so neu und wie aus dem Baukasten hingestellt. Sicherlich sehr schick und mondän, aber wir Europäer können daheim an jeder Straßenecke eine andere Geschichte entdecken.
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