Vang Vieng ist ein vergleichsweise kleiner, von fantastischen Kalksteinfelsen umgebener Ort. In einem Tal gelegen und von dem Nam Song Fluss durchzogen wirkte er auf uns wie aus einer Postkartenidylle.



Die Kalksteinformationen erinnerten uns stark an die Halong Bucht in Vietnam oder besser gesagt an die trockene Halong Bucht. Wir erkundeten den übersichtlichen Ort, der nur aus ein paar Straßen besteht, zu Fuß und genossen das süße Nichtstun auf der vorgelagerten Insel im Fluss. Wir gelangten über eine recht abenteuerlich gebaute Holzbrücke dorthin und es befand sich eine Bar neben der anderen. Da Vang Vieng überwiegend von Individualtouristen mit einem eher jungen Durchschnittsalter besucht wird, können wir uns lebhaft vorstellen, was hier abends abgeht. In Hängematten schaukelnd, von einem Bambuswald umgeben blickten wir bei einem kühlen Blonden auf das einmalige Panorama und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen.





Nach und nach trieben Kajaks und eine eigenartige Spezies, wir nennen sie mal die Reifenmenschen, den Fluss herunter. Umständlich und wankend wie besoffene Seemänner pellten sie sich aus ihren aufgeblasenen Autoreifen und kullerten einer nach dem anderen ans Ufer. Es gab schon ein eigenartiges Bild ab und passte so gar nicht in die harmonische Landschaft. Wo kamen die denn her und warum waren sie alle so betrunken? Aber keine Sorge, das sollten wir in fünf Tagen selber heraus finden.


Nach Sonnenuntergang kühlte es sich mit einem Schlag ab und wir begaben uns auf Nahrungssuche. In der Stadt wimmelte es nur so von Restaurants und in vielen lief irgendeine Serie oder einfach nur das abendliche Fernsehprogramm. Kleine Garküchen säumten die Straße und der am Tag wie leer gefegte Ort wurde auf einem mal mit Leben gefüllt. Beim Abendessen in einem der Restaurants am Fluss fiel unser Blick auf einen beschrifteten Blecheimer. Hatten wir da richtig gelesen? Gras, Pilze und Opium frei Haus? Wir haben ja schon vorher von der Drogen- und insbesondere der Opiumproblematik in Südostasien gehört aber das es so offensiv angeboten wird, haben wir nicht gedacht. In unserem Guesthouse wurde in den Hotelregeln, welche an der Innenseite unserer Tür hingen, sogar explizit darauf hingewiesen, keine Drogen „im Raum zu konsumieren“.

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