Heute wollten wir gemeinsam mit den anderen beiden einen Ölwechsel durchführen lassen. Am Backpackers Car Markt sagte man uns, dass wegen der Osterferien keine Werkstatt geöffnet habe. Nun ja, so verabschiedeten wir einander und unser Plan war es, Richtung Dunedin zu fahren und einen Stop in Moeraki, bei den Kugelsteinen und Pinguinen einzulegen.
Doch dazu sollte es nicht kommen. Unser Paikea machte komische, kratzende Geräusche, die nach dem Tanken immer schlimmer wurden. Aus Angst, dass uns der Motor oder sonstwas um die Ohren fliegt, hielten wir in einem Gewerbegebiet außerhalb von Christchurch und waren ratlos. Ein Blick unter den Sitz in den Motor brachte auch nichts und mehr als den Ölstand prüfen und hier und da mal klopfen und rütteln war nicht drin. Wir sahen genauso ratlos hinein wie ein Schwein ins Uhrwerk. Ein Anruf beim ADAC brachte uns auch nicht weiter, da keine Kooperation zu dem hiesigen AA Roadservice bestand. Bei der AA konnten wir aus schleierhaften Gründen nicht anrufen. Vielleicht lag es am Handy und in diesem Moment sahen wir unsere Felle davon schwimmen und fühlten uns hilflos. Sollten wir jetzt die Osterfeiertage in einem Gewerbegebiet auf dem Parkplatz einer Traktoren verkaufenden Firma verbringen? Es wäre bestimmt eine einmalige Erfahrung zwischen riesigen Landmaschinen Eier zu verstecken. Ich habe mir erstmal ein Bier aufgemacht und lauthals geflucht. Zum Glück hatten wir ja noch Sebastian und Jette und nach einem Anruf schleppten sie uns dankenswerter Weise mit einem recht kurzen Seil durch die gesamte Stadt. Nocheinmal versuchten wir, eine Werkstatt zu finden aber über die Osterfeiertage hatten sie alle geschlossen und unsere Suche scheitertete. Die beiden schleppten uns daraufhin wieder durch die halbe Stadt bis zum Strand in New Brighton und uns blieb nichts anderes übrig, als bis Dienstag abzuwarten. Das bedeutete 2 ½ Tage Ungewissheit und bangen, dass es nichts Gravierendes ist.
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