Knappe vier Stunden und einem Liter Motoröl später trafen wir in Airlie Beach ein, einem typischen Touristenmagnet, nur den Namen Beach machte er nicht unbedingt alle Ehre.

In der Straße reihte sich ein Geschäft an das andere und es gab im Prinzip alles zu kaufen, was das Herz begehrte. Doch das Segeln stand hier im Vordergrund, da die wunderschönen Whitsundays von Airlie Beach aus zu erkunden sind. Beim flanieren entlang der Strandpromenade trafen wir auch die Studenten wieder und verbrachten einen netten Abend miteinander, bevor sie einen 2-tägigen Segeltörn antraten. Wir beiden Weltenbummler konnten natrülich nicht mit einer im Vorfeld organisierten Tour aufwarten und entschlossen uns daher spontan am nächsten Morgen, einen Tagestrip zu buchen. Unser Budget ließ keinen Segeltörn zu, doch die schnellere und günstigere Variante mit dem ReefJet konnten wir uns leisten und die Vorfreude auf den Ausflug stieg.




Die ersten zwei Stunden rasten wir eigentlich nur über den Ozean und hofften, bald das erse Ziel, Whitehaven Beach, anzusteuern. Der Anblick dieses Strandes war letztlich fantastisch. Der schneeweiße Sand leuchtete und bot einen tollen Kontrast zum türkisfarbenen Meer. Da der Sand zu 98 % aus Silizium besteht, wird er niemals heiß und es war super angenehm, am Strand zu liegen. Leider ging es schon nach einer Stunde weiter zum nächsten Ausflugsziel, dem sog. Hill Inlet.





Auf dem Weg zur Aussichtsplattform begegneten wir noch kurz Lorenzo, der gerade auf dem Weg war, mit Mantas und Rochen zu schwimmen. Nicht schlecht. Wir hingegen wanderten zum besagten Aussichtsplateau und der Anblick hat uns die Sprache verschlagen. Schaut Euch einfach diese Bilder an. Sie beschreiben mehr als tausend Worte es vermögen.



Leider hatten wir nicht viel Zeit, diesen atemberaubenden Anblick zu genießen, denn vor uns und hinter uns wurden Tourigruppen wie auf einem Förderband durch den Aussichtspunkt geschleust. Als alle Schäfchen wieder eingesammelt waren und sich auf dem Boot befanden, zauberte die Crew ein gesundes und erfrischendes Buffet an Deck. Wir konnten unseren Hunger stillen, bevor es zum Schnorcheln in die Ausläufer des Great Barrier Reefs ging. Mit Neoprenanzug bestückt begaben wir uns in die Tiefen des 21 Grad frischen Nass und waren trotz anfangs trüber Sicht von der Korallen- und Fischvielfalt in den schillerńdsten Farben überwältigt. Leider war unsere Unterwasserkamera aus schleierhaften Gründen kaputt und die Billigvariante, die wir an Bord erwarben, hat nicht annähernd gute Bilder gemacht. Wir hingegen behalten diese Bilder in unsere Erinnerung.


Im Sonnenuntergang machten wir uns auf den Rückweg und ein langer, aber schöner Tag ging zuende.
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